Kleine Eichen ganz groß

Neu- Eichenberg. Nicht nur das helle und sonnendurchflutete Gebäude der Kindertagesstätte "Kleine Eichen" wirkt groß. Auch die Betreuung

Neu- Eichenberg.Nicht nur das helle und sonnendurchflutete Gebäude der Kindertagesstätte "Kleine Eichen" wirkt groß. Auch die Betreuung der Kinder wird in Neu-Eichenberg ganz groß geschrieben. "Wir bieten hier 55 Plätze für Kinder ab einem Jahr an", erläutert die Leiterin Beate Lewie-Schmidt dem heimischen Bundestagsabgeordneten Michael Roth. Zehn Stunden steht die Kita den Eltern täglich für ihren Nachwuchs offen. "Wir wollen unseren Eltern ein Angebot unterbreiten, ihre Kinder gut betreut zu wissen und in Ruhe ihrer Arbeit nachgehen zu können", hebt die Bürgermeisterin Ilona Rohde-Erfurth hervor. Auch das sei ein Beitrag gegen den Wegzug vom Land in die Stadt. Dabei ziehe man in der kleinen Gemeinde an einem Strang, wenn es um frühkindliche Bildung und gute Betreuung gehe, so Rohde-Erfurth. Immerhin seien von den 15 städtischen Angestellten mit den acht Erzieherinnen über die Hälfte mit der Kinderbetreuung beschäftigt.

Das Team um Beate Lewie-Schmidt setzt bei ihrer Arbeit auf ein klares Profil: "Wir wollen den Forschergeist unserer Kinder im Bereich der Naturwissenschaften wecken und fördern und sind ein MINT-zertifizierter Kindergarten." Was zunächst nach Atemfrische klingt, ist eine Abkürzung für die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Kindgerecht lernen die Kinder den Umgang mit Computern oder machen schon eigene kleine naturwissenschaftliche Experimente. Aber wie in anderen Kindergärten auch, gehen auch die kleinen Eichen bei gutem Wetter raus und erkunden auf dem Spielplatz die Welt.

Wenn sie sich dann hungrig auf das Essen stürzen, hat die Kita auch Vorbildliches zu bieten: "Wir haben eine eigene Köchin, die vorwiegend regionale Produkte zubereitet", ist die Bürgermeisterin stolz. Für Michael Roth ist die Kita ein ganz besonderer Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf: "Der Gemeinde Neu-Eichenberg ist die Betreuung ihrer Kinder viel wert. Von Anfang an spielen, lernen und essen hier alle gemeinsam. Und die Eltern können mit den großzügigen Öffnungszeiten zur Arbeit auch pendeln und wissen ihre Kinder in guten Händen", so Roth, der sich für den weiteren Ausbau von Kindertagesstätten stark macht. "Wir brauchen für unsere Kinder Einrichtungen wie die Kleinen Eichen und keine Fernhalteprämie. Die Milliarden, die das so genannte Betreuungsgeld kosten soll, werden vor Ort für mehr und bessere Kitas dringend gebraucht."

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

News-Ticker zum Barcelona-Terror: Zahl der Todesopfer auf 15 gestiegen

Nach dem Anschlag in Barcelona ist die Polizei den Verdächtigen auf der Spur. Es gibt Hinweise, dass die Terrorzelle einen noch größeren Anschlag plante. Alle …
News-Ticker zum Barcelona-Terror: Zahl der Todesopfer auf 15 gestiegen

Frau an Bushaltestelle in Marseille von Fahrzeug getötet

Wenige Tage nach dem Anschlag von Barcelona rammt ein Fahrzeug in Marseille zwei Bushaltestellen, eine Frau stirbt. Hinweise auf einen Terrorakt gibt es bislang nicht.
Frau an Bushaltestelle in Marseille von Fahrzeug getötet

AfD will Asylbewerber zurück nach Afrika schicken

Die AfD sagt, die deutsche Flüchtlingspolitik sei "zutiefst inhuman, weil sie das Schleppergeschäft in Afrika fördert". Die Anti-Asyl-Partei will Bootsflüchtlinge im …
AfD will Asylbewerber zurück nach Afrika schicken

Schulz: Seehofer spielt bei Obergrenze mit den Menschen

Berlin (dpa) - SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat CSU-Chef Horst Seehofer in der Flüchtlingspolitik unangemessene Taktiererei vorgeworfen.
Schulz: Seehofer spielt bei Obergrenze mit den Menschen

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.