Kampf gegen die Armut

Kolumbiens Friedensunterhändler kündigt Präsidentschaftskandidatur an

+
Ex-Chefunterhändler kandidiert als Präsident in Kolumbien

Als Chefunterhändler der Regierung hat er den Friedensvertrag mit der linken Guerillaorganisation Farc ausgehandelt - jetzt will Humberto de la Calle der nächste Präsident von Kolumbien werden.

Bogotá - „Ich will Präsident werden, denn ich teile mit vielen Kolumbianern denselben Traum: ein Land in Frieden, entschlossen, die Armut zu besiegen“, sagte er bei der Ankündigung seiner Kandidatur am Mittwoch. Zunächst war unklar, ob er als Kandidat der Liberalen Partei oder als unabhängiger Bewerber bei der Wahl im kommenden Mai antritt.

De la Calle führte als Delegationsleiter die Verhandlungen mit den Farc. Nach dem Abschluss des Friedensvertrags im vergangenen Jahr legten die Rebellen die Waffen nieder und wollen künftig als politische Bewegung für ihre Ziele wie eine gerechtere Landverteilung eintreten. Als Präsident will De la Calle den Friedensprozess des amtierenden Staatschefs und Friedensnobelpreisträgers Juan Manuel Santos fortführen.

De la Calle war Mitte der 1990er Jahre Vizepräsident unter Präsident Ernesto Samper. Wegen der Finanzierung von Sampers Kampagne mit Drogengeldern überwarf er sich allerdings mit dem Staatschef und trat zurück.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

„Jauchegrube!“: USA treten mit Theaterdonner aus UN-Menschenrechtsrat aus

Unter Donald Trump verabschieden sich die USA aus immer mehr internationalen Institutionen - als nächstes ist wohl der Menschenrechtsrat dran.
„Jauchegrube!“: USA treten mit Theaterdonner aus UN-Menschenrechtsrat aus

Umfrage: CSU käme bundesweit auf 18 Prozent

Bezogen auf ganz Deutschland hatte die CSU bei der vergangenen Bundestagswahl 6,2 Prozent der Stimmen geholt. Sollte die bayerische Regionalpartei bundesweit antreten, …
Umfrage: CSU käme bundesweit auf 18 Prozent

Trauriger Rekord: Nie gab es weltweit so viele Flüchtlinge

Niemals in der Nachkriegszeit waren so viele Menschen auf der Flucht wie 2017. Auf der Suche nach Schutz fliehen sie unter oft erbärmlichen Bedingungen, müssen mitunter …
Trauriger Rekord: Nie gab es weltweit so viele Flüchtlinge

Asyl-Streit: CSU sauer wegen Macron-Treffen - kommt die nächste Eskalation?

Die Asyl-Krise zwischen Angela Merkel und Horst Seehofer spitzt sich zu. Zwei Wochen hat die Kanzlerin nun Zeit, um einen Bruch abzuwenden. Alle Entwicklungen rund um …
Asyl-Streit: CSU sauer wegen Macron-Treffen - kommt die nächste Eskalation?

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.