Mehr Dialog führen

Kurden-Präsident Barsani gibt Rivalen Schuld für Gebietsverluste

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Das Banner zeigt Barsani im irakischen Militärgebiet.

Kurden-Präsident Massud Barsani hat politischen Rivalen die Schuld für den Verlust kurdisch kontrollierter Gebiete an Iraks Sicherheitskräfte gegeben.

Erbil - Die Ereignisse in der Provinz Kirkuk seien das Ergebnis einer einseitigen Entscheidung von Mitgliedern einer politischen Partei, erklärte Barsani am Dienstag.

Wen er damit meinte, sagte er nicht. Barsani dürfte aber auf die Patriotische Union Kurdistans (PUK) abgezielt haben, den Konkurrenten seiner eigenen Partei KDP. Vertreter der KDP hatten PUK-Einheiten der kurdischen Peschmerga-Kämpfer „Verrat“ vorgeworfen, weil sie den Regierungstruppen in Kirkuk keinen Widerstand geleistet hätten.

Irakische Sicherheitskräfte hatten am Montag und Dienstag zahlreiche Gebiete übernommen, die die Kurden 2014 während des Kampfes gegen die Terrormiliz Islamischer Staat unter ihre Kontrolle gebracht hatten. Iraks Zentralregierung reagierte damit auf kurdische Pläne, einen eigenen Staat auszurufen. Die Kurden hatten sich in einem Referendum für die Unabhängigkeit ausgesprochen.

Iraks Ministerpräsident Haidar al-Abadi sagte in Bagdad, die kurdische Volksabstimmung gehöre nun der Vergangenheit an. Zugleich rief er zu einem Dialog „unter dem Dach der Verfassung auf“.

dpa

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