Neuer Vorschlag

Kurios: Darum will Nigel Farage womöglich eine zweite Brexit-Abstimmung

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Nigel Farage am Montag in Brüssel

Eigentlich hatte Ex-UKIP-Chef Nigel Farage mit dem Brexit-Votum sein politisches Ziel erreicht. Nun hat er offenbar ein neues gefasst: Eine zweite Brexit-Abstimmung.

London - Der ehemalige Chef der EU-feindlichen britischen Ukip-Partei, Nigel Farage, will unter Umständen erneut über den Ausstieg seines Landes aus der Europäischen Union abstimmen lassen. Das sagte Farage am Donnerstag in einer Talkshow des britischen TV-Senders Channel 5.

Mit dem Vorschlag will Farage der anhaltenden Kritik an dem Ausstieg ein für alle Mal ein Ende bereiten. „Sie werden weiterhin jammern, heulen und klagen, den ganzen Prozess hindurch“, sagte Farage über EU-freundliche Politiker in seinem Land. 

Farage will „die Debatte abtöten“

„Vielleicht - nur vielleicht - erreiche ich den Punkt, dass ich denke, wir sollten eine zweite Volksabstimmung über die EU-Mitgliedschaft haben.“ Das würde die Debatte „abtöten“, so Farage. „Der Prozentsatz, der für den Austritt stimmen würde, wäre beim nächsten Mal sehr viel größer.“ Bei einer Umfrage hatte sich Mitte Dezember allerdings mehr als die Hälfte der Briten für einen Verbleib in der EU ausgesprochen.

Die Briten hatten sich im Juni 2016 mit knapper Mehrheit für einen Austritt aus der EU entschieden. Farage gehörte zu den prominentesten Brexit-Befürwortern. Er hat dem Ziel seine ganze Karriere gewidmet und war nach der für ihn erfolgreichen Abstimmung von seinem Amt als Ukip-Chef zurückgetreten. Seither zeigt sich Farage immer wieder besorgt, der Brexit könnte noch verhindert werden. Im März 2019 soll Großbritannien aus der Staatengemeinschaft ausscheiden.

Lesen Sie auch: EU-Chef Juncker verkündet ersten Brexit-Durchbruch

dpa/fn

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