Trump-Schwiegersohn

Kushner nutzte Privat-Email für Regierungssachen

+
Der Berater und Schwiegersohn von US-Präsident Trump, Jared Kushner. Foto: Alex Brandon

Im Wahlkampf haben die Republikaner Hillary Clinton vorgewurfen, eine private Email-Adresse für Regierungssachen zu verwenden. Jetzt soll Jared Kushner, der Schwiegersohn und Berater von Donald Trump, über einen privaten Account Nachrichten an Regierungsmitarbeiter gesendet haben.

Washington (dpa) - Jared Kushner, US-Präsidentenschwiegersohn und Berater des Weißen Hauses, hat ein privates Email-Konto für die Kommunikation mit Regierungsmitarbeitern genutzt. Das berichteten "Politico" und die "Washington Post".

Demnach hatte Kushner die Email-Adresse im vergangenen Dezember in der Übergangsphase nach der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten eingerichtet. Kushner habe das private Konto neben seiner offiziellen Email-Adresse genutzt, bestätigte sein Anwalt Abbe Lowell.

Kushner habe die Adresse des Weißen Hauses für Regierungssachen genutzt, wurde Lowell in einer Stellungnahme zitiert. Weniger als 100 Emails zwischen Kushner und Regierungsmitarbeitern seien zwischen Januar und August über den privaten Account gelaufen, vor allem auf Reisen oder von seinem persönlichen Laptop. Meistens seien Zeitungsartikel oder politische Kommentare weitergeleitet worden.

Zu den Sendern und Adressaten hatten laut Berichten der damalige Stabschef im Weißen Haus, Reince Priebus, sowie der damalige Chefstratege des Präsidenten, Steve Bannon, gehört. Es gebe keine Hinweise darauf, dass Kushner heikle oder geheime Informationen über seine private Email ausgetauscht habe.

Im Wahlkampf 2016 hatten die Republikaner der Präsidentschaftskandidaten der Demokraten, Hillary Clinton, vorgeworfen, während ihrer Zeit als Außenministerin eine persönliche Email-Adresse für Regierungsangelegenheiten genutzt zu haben. Wenige andere Themen wurden Clinton so vehement vorgehalten.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Mehr Überwachung? Erdogan wollte offenbar Spionage-Software aus der Schweiz

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan wollte offenbar Spionage-Software aus der Schweiz kaufen. Die Tötung des saudischen Journalisten Khashoggi wirft außerdem …
Mehr Überwachung? Erdogan wollte offenbar Spionage-Software aus der Schweiz

Nach Tod von Khashoggi in Istanbul: Trump sieht nach Erklärung der Saudis noch offene Fragen

Der Journalist Jamal Khashoggi war seit dem 2. Oktober verschwunden. Nun bestätigte Saudi-Arabien, dass der Journalist getötet wurde. Auch Donald Trump schaltet sich …
Nach Tod von Khashoggi in Istanbul: Trump sieht nach Erklärung der Saudis noch offene Fragen

Seehofer deutet erstmals möglichen Rücktritt als CSU-Chef an

München (dpa) - Erstmals nach der CSU-Landtagswahlpleite hat Parteichef Horst Seehofer einen möglichen Rücktritt angedeutet.
Seehofer deutet erstmals möglichen Rücktritt als CSU-Chef an

Keine Lust auf Watschnbaum: Seehofer spricht über möglichen Rücktritt

CSU-Parteichef Horst Seehofer steht nach der Landtagswahl unter Druck. Eine alleinige Schuld für das CSU-Wahldebakel sieht er nicht, stattdessen spricht er über …
Keine Lust auf Watschnbaum: Seehofer spricht über möglichen Rücktritt

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.