Neue Vorwürfe

Ladendiebstahl? Madrids Regierungschefin Cristina Cifuentes tritt zurück

+
Cristina Cifuentes gab ihren Posten als Regierungschefin der Region Madrid ab.

Nach Vorwürfen des Ladendiebstahls ist die Regierungschefin der spanischen Region Madrid, Cristina Cifuentes, zurückgetreten.

Madrid - Das gab Cifuentes am Mittwoch vor Journalisten in Madrid bekannt. Wenige Stunden zuvor hatte die Digitalzeitung „OkDiario“ den mutmaßlichen Ladendiebstahl aus dem Jahr 2011 unter anderem mit Videoaufnahmen des Ladens enthüllt.

Im Video ist zu sehen, wie Cifuentes vor einem Wachmann eines Supermarktes im Süden Madrids den Inhalt ihrer Tasche leert. Sie räumte den Zwischenfall um zwei Hautcremedosen jetzt ein, versicherte aber: „Ich habe Produkte im Wert von 40 Euro irrtümlich mitgenommen und danach dafür bezahlt. Das war nicht weiter wichtig.“ Der Supermarkt zeigte sie damals nicht an.

Die 53 Jahre alte Politikerin der konservativen Volkspartei (PP) von Ministerpräsident Mariano Rajoy stand bereits seit Wochen wegen einer Masterarbeit aus dem Jahr 2012 in der Kritik. Ihr wird vorgeworfen, betrogen zu haben. Mitarbeiter der Universidad Rey Juan Carlos (URJC) sagten aus, ihre Unterschriften auf dem Masterzeugnis seien gefälscht worden. Forderungen der Opposition, wegen dieser Affäre zurückzutreten, hatte Cifuentes mehrfach zurückgewiesen. Sie beteuerte stets ihre Unschuld.

In der deutschen Politik sorgte die Plagiatsaffäre um CSU-Mann Karl-Theodor zu Guttenberg und andere Politiker für großes Aufsehen.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Rund 50 Bewohner von Erstaufnahme greifen Polizei an

Ein Streit bei der Essensausgabe in einem Flüchtlingsheim in Dresden eskaliert. Die Polizei sieht sich einer aggressiven Menge gegenüber.
Rund 50 Bewohner von Erstaufnahme greifen Polizei an

Erdogan bittet Landsleute um Hilfe zur Stützung der Lira

Die Lira fällt und fällt. Maßnahmen der türkischen Zentralbank scheinen zu verpuffen. Erdogan setzt nun mit einem ungewöhnlichen Aufruf auf Unterstützung seiner …
Erdogan bittet Landsleute um Hilfe zur Stützung der Lira

Seehofers Flüchtlingsprobleme - Auch bei den Ankerzentren hakt es

Dem Innenminister bläst der Wind ins Gesicht: In der Bamf-Affäre bemüht sich Seehofer, die Situation unter Kontrolle zu bringen, und bei den geplanten Asylzentren stockt …
Seehofers Flüchtlingsprobleme - Auch bei den Ankerzentren hakt es

Westernhagen in NDR-Talkshow 3nach9: Leute zu blöd für Demokratie 

Musiker Marius Müller-Westernhagen war am Freitag zu Gast in der NDR-Talkshow „3nach9“ - und behauptete: Die Leute sind zu blöd für die Demokratie.
Westernhagen in NDR-Talkshow 3nach9: Leute zu blöd für Demokratie 

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.