Ein Jahr nach Karlsruher Urteil

Länder wollen Ausschluss der NPD von staatlicher Parteienfinanzierung

Die Bundesländer wollen der NPD den Geldhahn zudrehen.
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Die Bundesländer wollen der NPD den Geldhahn zudrehen.

Die rechtsextreme NPD soll nach dem Willen der Bundesländer von der staatlichen Parteienfinanzierung ausgeschlossen werden.

Saarbrücken - Einen entsprechenden Antrag will das Saarland, das den Vorsitz bei der Ministerpräsidentenkonferenz inne hat, am Freitag in den Bundesrat einbringen. „Wir fordern, dass ein entsprechendes Verfahren beim Bundesverfassungsgericht angeregt wird“, kündigte die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) am Dienstag in Saarbrücken an.

Im Zuge des NPD-Verbotsfahrens habe das Bundesverfassungsgericht die Möglichkeit eingeräumt, in einem gestuften Sanktionsverfahren die Finanzierung einzuschränken. Das Gesetz, gegen das die NPD derzeit klage, sei dementsprechend geändert worden.

„Wir wollen als Länder ein deutliches Signal setzen, dass die Möglichkeiten, die uns das Gesetz einräumt, auch entsprechend greifen“, betonte die CDU-Politikerin. Die NPD erhalte derzeit auf Grundlage ihrer Landtagswahlergebnisse rund eine Million Euro als staatliche Parteienfinanzierung. „Und eine Million Euro für die NPD aus staatlichen Geldern ist eine Million Euro zu viel.“

Anfang Januar berichtete außerdem ein Politik-Magazin, dass die NPD Hunderttausende Euro an den Staat zurückzahlen müsse.

dpa

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