Ruf nach Konsequenzen

Laschet: Ditib soll spitzelnde Imame entlassen

+
CDU-Vize Laschet: "Ich verlange, dass Ditib alle Imame entlässt, die Deutschtürken oder auch deutsche Lehrer denunziert haben." Foto: Marijan Murat

Gegner des türkischen Präsidenten sollen vom Imamen bespitzelt worden sein. CDU-Vize Laschet fordert die Entlassung und Ausweisung der betroffenen Geistlichen.

Berlin (dpa) - CDU-Vize Armin Laschet hat den Islamverband Ditib aufgefordert, alle Imame zu entlassen, die angebliche Gegner des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan bespitzelt haben sollen.

"Ich verlange, dass Ditib alle Imame entlässt, die Deutschtürken oder auch deutsche Lehrer denunziert haben. Diese Imame müssen Deutschland unverzüglich verlassen", sagte Laschet der "Welt".

Der nordrhein-westfälische Verfassungsschutz hatte festgestellt, dass mindestens 13 Imame Informationen über angebliche Gegner des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan nach Ankara geliefert haben. Er fand aber keinen Hinweis darauf, dass die Ditib als Organisation eingebunden war. Gleichwohl hat die türkische Religionsbehörde Diyanet nach eigenen Angaben bereits sechs Imame aus Deutschland abgezogen.

Der Ditib-Dachverband ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Köln. Der Vorstandsvorsitzende ist traditionell der Religionsattaché der türkischen Botschaft in Berlin, der zugleich Diyanet-Vertreter in Deutschland ist.

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Ministerin Zypries fordert Abschaffung der Luftverkehrssteuer

Als Reaktion auf die Pleite von Air Berlin hat Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) eine Abschaffung der Luftverkehrssteuer gefordert, um den …
Ministerin Zypries fordert Abschaffung der Luftverkehrssteuer

Ermittler auf der Spur eines Terrorverdächtigen

Während Barcelona um die Anschlagsopfer trauert, sucht die Polizei noch immer nach den Schlüsselfiguren des Terrors. Sind sie möglicherweise schon tot? Es soll eine neue …
Ermittler auf der Spur eines Terrorverdächtigen

Seehofer und das O-Wort - Wahlkampfversprechen oder Luftnummer?

2016 hatte sich Horst Seehofer festgelegt. Es werde keinen Koalitionsvertrag ohne Obergrenze für Flüchtlinge geben. Doch je näher die Bundestagswahl rückt, desto …
Seehofer und das O-Wort - Wahlkampfversprechen oder Luftnummer?

Trotz angespannter Lage: USA und Südkorea beginnen gemeinsames Militärmanöver

Inmitten schwerer Spannungen mit Nordkorea starten die USA am Montag ihr jährliches gemeinsames Militärmanöver mit dem Verbündeten Südkorea.
Trotz angespannter Lage: USA und Südkorea beginnen gemeinsames Militärmanöver

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.