Einheitliche Regeln gefordert

Linke und Grüne kritisieren Reisebeschränkung in Deutschland

+
An der Landesgrenze zu Schleswig-Holstein kontrolliert die Polizei von Mecklenburg-Vorpommern Einreisende. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Nicht nur an den Außengrenzen wird wieder kontrolliert. Auch innerhalb Deutschlands schaut die Polizei zu Teil genau hin, wer von Bundesland zu Bundesland fährt. Das sorgt für Kritik.

Berlin (dpa) - Die Linke im Bundestag lehnt die teilweise angeordneten Einreisebeschränkungen innerhalb Deutschlands zur Eindämmung der Corona-Krise ab.

Der Parlamentarische Geschäftsführer Jan Korte sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Samstag), zwar seien die allgemeinen Kontaktsperren richtig. "Aber an den Bundesländern Grenzen hochzuziehen und zu sagen, die einen dürfen sich mal einen Tag am Meer von ihrem Alltag in der Wohnung erholen und die anderen nicht - das geht zu weit. Wohin soll das führen?" Wer den Mindestabstand wahre und sich verantwortungsvoll verhalte, solle spazieren gehen dürfen, ohne Probleme mit der Polizei zu bekommen - egal ob im Wald, im Park oder am Meer, sagte Korte.

Der stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Konstantin von Notz, sagte dem RND, nötig seien bundeseinheitliche Regelungen. "Wir brauchen ein schlüssiges und transparentes Gesamtkonzept. Wir brauchen keine Kleinstaaterei."

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten hatten am Mittwoch dazu aufgefordert, auch zu Ostern private Reisen generell zu unterlassen. Dies gelte auch für "überregionale tagestouristische Ausflüge".

Streng sind die Regeln zum Beispiel in Mecklenburg-Vorpommern. Ferienwohnungen etwa dürfen dort nur von ihren Eigentümern genutzt werden, wenn sie auch in Mecklenburg-Vorpommern ihren Hauptwohnsitz haben. Eigentümern aus anderen Bundesländern bleiben Einreise und Nutzung verboten.

Und über die Osterfeiertage wurden Tagesausflüge zu Badeorten an der Küste oder der Seenplatte allen und nicht nur Auswärtigen untersagt. Einreisebeschränkungen gelten auch für das benachbarte Schleswig-Holstein, das Touristen seit dem 18. März nicht mehr betreten dürfen.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Jeder Dritte will Maskenpflicht lockern oder abschaffen

Berlin (dpa) - Ein Drittel der Deutschen will die Maskenpflicht in der Corona-Krise abschaffen oder zumindest lockern. 19 Prozent der Teilnehmer einer repräsentativen …
Jeder Dritte will Maskenpflicht lockern oder abschaffen

„Nichts als Verachtung für ihn“: Hat Altkanzler Schröder zu viel ausgeplaudert in seinem Podcast? 

Gerhard Schröder meldet er sich via Podcast zu Wort. Angela Merkel wird sich über sein Lob nicht beklagen - dafür erzürnt der Altkanzler einen Diplomaten.
„Nichts als Verachtung für ihn“: Hat Altkanzler Schröder zu viel ausgeplaudert in seinem Podcast? 

Ex-Vizekanzler wird bei Einkauf wegen Corona überraschende Frage gestellt - Er macht sogar ein Foto

Ein ehemaliger FDP-Politiker arbeitete sogar als Vizekanzler von Angela Merkel. Nun wurde ihm die Maskenpflicht in der Corona-Zeit zum „Verhängnis“. 
Ex-Vizekanzler wird bei Einkauf wegen Corona überraschende Frage gestellt - Er macht sogar ein Foto

Infektionsfall bei erstem Flug mit 200 Deutschen nach China

Tianjin (dpa) - Bei einem der rund 200 Passagiere aus Deutschland, die am Samstag mit einer Sondermaschine in der chinesischen Stadt Tianjin eingetroffen sind, ist das …
Infektionsfall bei erstem Flug mit 200 Deutschen nach China

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.