Seuche bei Regierungsjets

Wieder eine Flugzeugpanne: Maas in Mali gestrandet

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Die deutschen Regierungsflugzeuge - hier der vor vier Monaten in Indonesien mit Bundesfinanzminister Scholz gestrandete Airbus "Konrad Adenauer" - haben die Seuche. Foto: Georg Ismar

Ausgerechnet Vielflieger Heiko Maas blieb von den zahlreichen Pannen an den Regierungsfliegern bisher verschont. Jetzt hat es auch ihn erwischt - nach mehr als 300 000 Kilometern.

Bamako (dpa) – Bundesaußenminister Heiko Maas ist wegen einer Panne an seinem Regierungsflieger im westafrikanischen Mali gestrandet. Die Maschine vom Typ A319 konnte ihn am Donnerstagabend nicht wie geplant von der malischen Hauptstadt Bamako zurück nach Berlin bringen.

Ein Sprecher der Luftwaffe sagte der Deutschen Presse-Agentur, es sei ein Hydraulikleck in einer Größenordnung an der Maschine festgestellt worden, die "außerhalb der Toleranzgrenze" liege.

Eine größere Ersatzmaschine vom Typ A340 wird nun am Freitagmorgen am Flughafen Köln/Bonn starten, um Maas und seine Delegation abzuholen. Der Minister kann dann voraussichtlich mit fast 20 Stunden Verspätung am Freitagnachmittag nach Berlin zurückfliegen.

Der SPD-Politiker nahm es gelassen. "Ich bin jetzt mehr als 300.000 Kilometer pannenfrei geflogen", sagte er. Irgendwann erwische es jeden. Der Außenminister ist seit Sonntag in Westafrika unterwegs. Mali ist die letzte Station seiner Reise.

In den vergangenen Monaten war es immer wieder zu Pannen bei der Flugbereitschaft gekommen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kam deswegen zu spät zum G20-Gipfel in Buenos Aires. Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) blieb für längere Zeit in Afrika hängen, musste sogar einen Besuch in Namibia absagen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier musste im November wegen eines Triebwerksdefekts stundenlang in Südafrika ausharren. Und im Oktober hatten Nagetiere in Indonesien die Maschine von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) lahmgelegt.

Angriff auf Trainingscamp in Mali

Auswärtiges Amt zu Mali

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