Demonstration in Virginia 

Maas kritisiert Trumps Umgang mit rechtsextremer Gewalt

Trumps Äußerungen zu der rechtsextremen Gewalt in Charlottesville sorgen für viel Kritik. Auch deutsche Politiker verurteilen die Position des US-Präsidenten. 

Berlin - Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hat den Umgang von US-Präsident Donald Trump mit der rechtsextremen Gewalt in Charlottesville scharf kritisiert. "Es ist unerträglich, wie Trump die Gewalt beim Aufmarsch der rechtsextremen Horde von Charlottesville jetzt auch noch beschönigt", erklärte Maas am Mittwoch in Berlin. "Niemand sollte den Antisemitismus und Rassismus von Neonazis verharmlosen. Wenn es um rechtsradikale Propaganda und Gewalt geht, gibt es nichts zu relativieren." 

Am Samstag hatten in Charlottesville im Bundesstaat Virginia Mitglieder mehrerer rechter Gruppen demonstriert; Auslöser war die geplante Entfernung eines Denkmals für einen General der Konföderierten-Armee, die während des Bürgerkriegs für die Beibehaltung der Sklaverei gekämpft hatte. Eine 32-jährige Frau wurde getötet, als ein 20-jähriger mutmaßlicher Neonazi sein Auto offenbar absichtlich in eine Gruppe von Gegendemonstranten steuerte. Trump wiederholte am Dienstag seine Position, dass beide Seiten, die Rechtsradikalen wie die Gegendemonstranten, Schuld an der Eskalation hätten. Mit seinen Äußerungen sorgte der republikanische Präsident in den USA für Empörung, auch Parteifreunde übten deutliche Kritik.

AFP

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