Auch Merkel äußert sich

Maas wirft Altmaier „Wahlkampfhilfe für die AfD“ vor

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Peter Altmaier (re.) und Heiko Maas Anfang September bei einer Podiumsdiskussion

Kurz vor der Wahl sorgt der Umgang mit der AfD für Zoff im Bundeskabinett. Justizminister Heiko Maas hält dem Kollegen Peter Altmaier „Wahlhilfe“ für die Partei vor.

Berlin - Kurz vor der Bundestagswahl am Sonntag gibt es doch noch einmal Streit in den Reihen der Regierung: Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hat Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU) vorgeworfen, der AfD in die Hände zu spielen. 

„Den Leuten zu sagen, sie sollen gar nicht wählen, ist Wahlkampfhilfe für die AfD. Genau das wollen die ja“, sagte der SPD-Politiker am Freitag in einem Video-Interview der „Bild“-Zeitung. Altmaier hatte unzufriedenen Bürgern geraten, bei dieser Bundestagswahl lieber keinen Stimmzettel abzugeben als AfD zu wählen.

„Man sollte sich gut überlegen, welche Partei man wählt“

„Das hilft denen eher als dass es ihnen schadet“, sagte Maas. Die AfD biete keine Lösungen. „Man sollte sich gut überlegen, welche andere Partei man wählt. Nur dann kann man etwas gegen sie unternehmen.“

Altmaier und Maas konkurrieren bei der Bundestagswahl am Sonntag im Wahlkreis Saarlouis um ein Direktmandat. Es ist der einzige Kampf zweier Bundesminister im selben Wahlkreis. Die Auseinandersetzung sei „mehr als ein Prestigeduell“, erklärte Maas, der wie Altmaier aus dem Saarland stammt.

Nach AfD-Umfrage-Ergebnissen: Merkel fordert zum Wählen auf

Auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) meldete sich indirekt zum Thema zu Wort. "Gehen Sie wählen", sagte Merkel am Donnerstag in einem Interview mit den Jugendradiosendern der ARD. "Und wählen Sie die Parteien, die sich unserem Grundgesetz zu hundert Prozent verpflichtet fühlen."

dpa/AFP/fn

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