„Das einzige, was man nicht machen darf...“

Macron hat dreisten Tipp für Rentnerinnen - und erntet den nächsten Shitstorm

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Der französische Präsident Emmanuel Macron bei der Gedenkveranstaltung für Charles de Gaulle.

Eine Gruppe Seniorinnen beschwert sich bei Emmanuel Macron über einen Rentenkürzung. Der französische Präsident gibt einen fragwürdigen Rat - und bekommt schon wieder Gegenwind.

Update vom 7. Dezember 2018: Sie attackieren die Reformpolitik von Präsident Emmanuel Macron: Wir haben zusammengefasst, was die Ziele der Proteste der "Gelben Westen" in Frankreich sind.

Colombey-les-Deux-Eglises - Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat erneut viele Bürger mit Äußerungen zu seiner Reformpolitik verprellt. Am Rande eines Besuchs am Grab von Ex-Staatschef Charles de Gaulle in dem Ort Colombey-les-Deux-Eglises sagte Macron zu einer Gruppe von Seniorinnen, sie dürften sich über Rentenkürzungen nicht beschweren. Jeder im Land müsse "sich anstrengen".

Emmanuel Macron: „Das einzige, was man nicht machen darf...“

Die Frauen beklagten sich bei dem Präsidenten über "schmerzhafte" Einschnitte durch die Anhebung der Sozialsteuer durch seine Regierung und die damit verbundene Rentenkürzung. Macron wies die Frauen daraufhin zurecht: "Das einzige, was man nicht machen darf, ist sich zu beschweren."

Das habe ihm der Enkel de Gaulles gesagt, und das sei auch das Motto des 1970 verstorbenen Generals gewesen. "Das Land wäre dann besser dran", betonte Macron. Im Übrigen werde er darum kämpfen, dass die Renten auch für künftige Generationen sicher seien.

Shitstorm gegen Emmanuel Macron

In den sozialen Netzwerken sorgte das Video von dem Gespräch für Empörung. "Der Prinz weiß, wie man zum Volk spricht", spottete ein Nutzer. Kürzlich hatte Macron bereits mit seinem Rat an einen Arbeitslosen einen wahren Shitstorm hervorgerufen. Er sagte, dieser müsse "nur über die Straße gehen", um einen Job zu finden.

Bei der Präsidentschaftswahl hatten viele Rentner Macron ihre Stimme gegeben. Laut neuen Umfragen unterstützen nur noch drei von zehn Franzosen den Kurs des Staatschefs.

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In einer neuen Version des Brettspielklassikers „Monopoly“ werden Frauen bevorzugt behandelt. Dafür erntet das Unternehmen einen Shitstorm, hinter dem die eigentliche Botschaft verloren geht.

Der ehemaligefranzösische Staatspräsident Jacques Chirac ist tot. Er wurde 86 Jahre alt. Viele Staatsmänner kommen zu seiner Trauerfeier. Gerhard Schröder darf aber nicht, obwohl er darum bat.

AFP

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