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Ukraine-Krieg: Russische Armee attackiert Odessa - über 200 Wohnhäuser zerstört

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Von: Teresa Toth, Daniel Dillmann, Tanja Banner, Nail Akkoyun, Andreas Apetz

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Im Ukraine-Krieg meldet der ukrainische Generalstab Geländegewinne durch Russland. In der Hafenstadt Odessa sind viele Gebäude nicht mehr bewohnbar.

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+++ 15.15 Uhr: Nach mehreren Angriffen durch die russische Armee auf die Hafenstadt Odessa berichtet die ukrainische Regierung nun von zahlreichen zerstörten Wohnhäusern. Mehr als 250 Wohnungen seien durch Raketenbeschuss beschädigt worden, teilte der Stadtrat über den Nachrichtenkanal Telegram mit. Momentan seien davon nur noch ein Viertel bewohnbar. Über Todesopfer ist bislang nichts bekannt.

Indessen berichtete ein ukrainischer Politiker heute über einen großflächigen Stromausfall in der schwer umkämpften ostukrainischen Großstadt Sjewjerodonezk. Vermutlich wurden Stromleitungen durch russischen Beschuss beschädigt. Gouverneur der Region Luhansk, Serhij Hajdaj, berichtet ebenfalls von Stromausfällen in der Stadt Lyssytschansk.

Bei Angriffen in Odessa zerstörte die russische Armee zahlreiche Gebäude, die nun unbewohnbar sind.
Bei Angriffen in Odessa zerstörte die russische Armee zahlreiche Gebäude, die nun unbewohnbar sind. © Ukrinform/dpa

Ukraine-Krieg: Russische Truppen nehmen Kleinstadt in Luhansk ein

+++ 13.49 Uhr: Laut Angaben der ukrainischen Regierung haben russische Truppen nach wochenlangen Kämpfen die in Ruinen liegende Kleinstadt Popasna eingenommen. Die ukrainischen Soldaten seien auf zuvor vorbereitete Stellungen außerhalb der Stadt ausgewichen. „Leider haben sich unsere Truppen tatsächlich etwas aus Popasna zurückgezogen, weil die Stadt mehr als zwei Monate lange beschossen wurde“, so der Gouverneur der Region Luhansk, Serhij Hajdaj, laut der Nachrichtenagentur Unian in einem Fernsehinterview.

Laut Hajdaj haben russische Truppen in Popasna „alles bis auf die Grundmauern zerstört“. Auch andere Ortschaften im Gebiet Luhansk seien derzeit schwer umkämpft, so etwa auch Wojewodiwka, ein Vorort der Großstadt Sjewjerodonezk. 90 Prozent des Gebiets Luhansk werden momentan durch russische Truppen kontrolliert. Dennoch: „Das Luhansker Gebiet bis zum 9. Mai vollständig einzunehmen“, wie Russland es geplant hat, sei Hajdaj zufolge nicht möglich.

Ukraine-Krieg: Russland wirft Bombe auf Schule - Bis zu 60 tot

+++ 10.25 Uhr: Nach Einschätzung britischer Geheimdienste setzt Russland in seinem Angriffskrieg in der Ukraine aufgrund großer Verluste in den eigenen Truppen ranghohe Kommandanten im Kampf ein. Allerdings gebe es bislang keine Anzeichen darauf, dass die Anwesenheit dieser Offiziere im Gefecht zu einem verbesserten Einsatzkonzept geführt habe, hieß es am Sonntag in einem Update des britischen Verteidigungsministeriums. Planungsfehler würden weiterhin einen Fortschritt der Russen untergraben.

Außerdem führe die Strategie zu überproportional hohen Verlusten unter den russischen Offizieren.

Ukraine-News: Elf Menschen nach russischem Beschuss unter Trümmern eingeschlossen

+++ 09.15 Uhr: Wie das Nachrichtenportal The Kyiv Independent berichtet, sind elf Menschen nach russischem Beschuss in Schylyliwka unter Trümmern eingeschlossen.

Ukraine-News: Russland wirft Bombe auf Schule - Bis zu 60 Tote

+++ 07.30 Uhr: Nach einem russischen Luftangriff auf eine Schule im Gebiet Luhansk sprechen die ukrainischen Behörden von möglicherweise bis zu 60 Toten. Nach einem Luftschlag auf die Schule in Bilogoriwka seien bisher zwei Leichen geborgen worden, teilte der Gouverneur der Region Serhij Hajdaj am Sonntag auf seinem Telegram-Kanal mit. «Wahrscheinlich sind alle 60 Menschen, die noch unter den Trümmern des Gebäudes liegen, tot», fügte er hinzu. 

Update vom Sonntag, 08. Mai, 07.15 Uhr: Nach mehreren Tagen ohne nennenswerte Fortschritte haben die russischen Truppen bei ihren Angriffen im Donbass-Gebiet nach ukrainischen Angaben nun wieder Geländegewinne erzielt. „In Richtung Liman hat der Feind durch Angriffe den Nordrand von Schandrigolowe erobert“, teilte der ukrainische Generalstab am Sonntag in seinem Lagebericht mit. Schandrigolowe liegt rund 20 Kilometer nördlich der Großstadt Slowjansk, die Teilziel der russischen Operation im Donbass ist.

Ukraine-News: Russland wirft Bombe auf Schule, in der 90 Personen Schutz suchten

+++ 22.55 Uhr: Die Ukraine wirft Russland vor, eine Bombe auf eine Schule in der Region Luhansk geworfen zu haben, in der 90 Personen Schutz gesucht hatten. Wie CNN berichtet, erklärte Serhiy Hayday, Teil der Militärverwaltung in der Region Luhansk, ein russisches Flugzeug habe eine Bombe auf die Schule in der Ortschaft Bilohorivka abgeworfen, etwa elf Kilometer von der Frontlinie entfernt. 30 Personen seien mittlerweile aus den Trümmern gerettet worden.

Ukraine-News: Schwierig für Russland, Kriegsgerät zu ersetzen

+++ 10.30 Uhr: Der Ukraine-Krieg zehrt stark an den militärischen Kräften Russlands. Laut Angaben des britischen Verteidigungsministeriums soll es den ukrainischen Streitkräften gelungen sein, einen T-90M, „Russlands modernsten Panzer“, zu zerstören. Das Kriegsfahrzeug zählt zu den russischen Eliteverbänden und zum Kern der neu aufgestellten 1. Garde Panzer Armee. Der T-90M ist aufgrund seiner verstärkten Panzerung besonders gut vor Panzerabwehr-Systemen geschützt.

Ukraine-News: Zahlreiche russische Generäle getötet – Militärführung deutlich geschwächt

+++ Update, 07. Mai 2022, 06.30 Uhr: Die hohe Zahl getöteter Generäle im Ukraine-Krieg verschlechtert die Situation des russischen Militärs. Das berichtet unter anderem die Moscow Times. „Jeder Tod eines Generals macht die russischen Streitkräfte weniger effektiv“, sagte der unabhängige Militäranalyst Pavel Luzhin gegenüber dem Nachrichtenportal.

Ukraine News: Russland und Ukraine tauschen Gefangene aus

+++ 20.30 Uhr: Zweieinhalb Monate nach Kriegsbeginn hat es ukrainischen Angaben zufolge einen weiteren Gefangenenaustausch mit Russland gegeben. Am Freitag seien 41 Ukrainer, unter ihnen elf Frauen, freigekommen, schrieb die ukrainische Vize-Regierungschefin Iryna Wereschtschuk im Nachrichtendienst Telegram. Es handele sich um 28 Soldaten und 13 Zivilisten. Von russischer Seite gab es zunächst keine Bestätigung. Unklar war zunächst auch, wie viele russische Militärs im Gegenzug aus ukrainischer Kriegsgefangenschaft entlassen worden sein sollen.

Ukraine-Krieg: „Russland ist für immer hier!“

+++ 17.30 Uhr: Ukrainischen Medienberichten zufolge ist eine russische Fregatte im Schwarzen Meer nach Raketenbeschuss in Brand geraten. Offiziell wurden die Berichte zunächst weder in Moskau noch in Kiew bestätigt. Der ukrainische Generalstab erhöhte die Zahl der vermeintlich versenkten russischen Schiffe allerdings bereits um ein weiteres auf nun insgesamt elf. „Die Explosion mit anschließendem Brand ereignete sich an Bord der Fregatte des Projekts 11356 vom Typ Burewestnik, die sich nahe der Schlangeninsel befindet“, berichtete das in Odessa beheimatete Medium Dumskaja.net. Anderen Medienberichten zufolge hingegen soll es sich bei dem Schiff, das demnach von einer Antischiffsrakete des Typs Neptun getroffen wurde, um die „Admiral Makarow“ handeln.

Ukraine-News: Russland bestätigt massiven Raketenbeschuss in Kramatorsk

+++ 11.38 Uhr: Das russische Militär hat eigenen Angaben nach ein großes Munitionsdepot in der ukrainischen Großstadt Kramatorsk im Gebiet Donezk zerstört. „Mit luftbasierten Hochpräzisionsraketen wurde ein großes Munitionslager der ukrainischen Streitkräfte vernichtet, das auf dem Territorium der Fabrik Energomaschstal in der Stadt Kramatorsk angelegt war“, sagte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, am Freitag. Ukrainische Behörden hatten am Vortag von einem massiven Raketenangriff auf die Stadt mit 25 Verletzten gesprochen.

Ukraine-News: Hunderte Menschen aus Stahlwerk in Mariupol befreit

Update vom Freitag, 06. Mai, 09.52 Uhr: Nach Angaben der Ukraine konnten im Zuge der jüngsten Evakuierung des Stahlwerks Azovstal in der belagerten Hafenstadt Mariupol bisher 500 Zivilisten befreit werden. „Wir haben es geschafft, 500 Zivilisten herauszuholen“, teilte der Leiter des ukrainischen Präsidialamts Andrij Jermak am Freitag auf seinem Telegram-Kanal mit. Er sprach von einer „weiteren Etappe der Evakuierung“, die in den nächsten Tagen fortgesetzt werden solle und dankte der UN für ihre Hilfe bei der Organisation der Flüchtlingskorridore.

Ukraine-Video: Russland setzt Beschuss im Osten fort

+++ 16.30 Uhr: Auch nach mehr als 70 Tagen ist ein Ende des Ukraine-Kriegs nicht in Sicht. Das liegt laut der russischen Regierung vor allem an der EU und der Nato. Der Westen versorge die Ukraine konstant mit „Geheimdienstinformationen“, so Kreml-Sprecher Dimitri Peskow in einer Pressekonferenz. Dazu käme einer steter „Fluss an Waffenlieferungen“. Dabei handele es sich um „Maßnahmen, die nicht zu einem schnellen Abschluss der Operation beitragen“.

Ukraine-Krieg: Video zeigt Ausmaß der Zerstörung

+++ 16.00 Uhr: Die Ukraine gleicht seit Beginn des Krieges mit Russland mancherorts einem Trümmerfeld. Das unterstreicht ein Video, das eine Drohne von der Stadt Popasna gemacht hat. Veröffentlicht hatte die Aufnahmen der US-Nachrichtensender CNN. Wann das Video gedreht wurde, lässt sich nicht verifizieren. Als erstes veröffentlicht wurde es in einem prorussischen Telegram-Kanal. Bei der Drohne handelt es sich offenbar um eine Aufklärungsdrohne des russischen Militärs.

Ukraine News: Kiew startet Gegenangriff im Norden - erbitterte Kämpfe im Osten

+++ 15.30 Uhr: Im Ukraine-Krieg holen die Streitkräfte Kiews offenbar zum nächsten Gegenschlag aus. Man sei in der Nähe von Charkiw zur Offensive übergegangen, teilte Walerij Saluschnyj, Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, mit. Vor allem das Gebiet um die Stadt Izyum sei davon betroffen. Auch im Osten des Landes rund um die Stadt Luhansk leiste man den Angreifern aus Russland weiter erbitterten Widerstand.

Ukraine News: Russische Luftwaffe konzentriert sich auf Osten des Landes

Erstmeldung vom Donnerstag, 5. Mai, 15.00 Uhr: Moskau/Donezk – Steht Russland vor einem Kurswechsel im Ukraine-Krieg? Nach wie vor können die russischen Streitkräfte Analystinnen und Analysten zufolge keine Luftüberlegenheit im Osten der Ukraine gewinnen. Gegenüber der Onlinezeitung Moscow Times berichteten sie, dass russische Piloten „weitgehend risikoscheu“ in den Luftkampf gegangen sind und lieber Bodenziele mit Langstreckenraketen attackierten.

Doch angesichts der schwindenden Bestände an Präzisionsraketen, des Mangels an Infanterie und des Drucks, unter dem der Kreml und Präsident Wladimir Putin stehen, wird Moskau in den kommenden Wochen wahrscheinlich verstärkt auf Luftangriffe setzen. „Russland war mit dem Einsatz von taktischen Luftangriffen in diesem Konflikt sehr zurückhaltend. Ich denke, wir sind jetzt an einem Punkt angelangt, an dem sie einen anderen Ansatz verfolgen“, sagte Dara Massicott, eine leitende Politikforscherin der amerikanischen „Rand Corporation“, der Moscow Times.

Ukraine-News: Russische Piloten „nicht so gut, wie wir dachten“

Nachdem im April der Versuch missglückte, Kiew einzunehmen, konzentrieren sich die russischen Truppen inzwischen auf die rund 480 Kilometer langen Front im Osten der Ukraine. Moskaus neue Strategie wird seitdem besonders deutlich: Seit der Verlagerung in den Osten sind die russischen Luftangriffe um über 150 Prozent, auf etwa 300 pro Tag, gestiegen. Dies erklärte Sam Cranny-Evans, Militäranalyst der britischen Denkfabrik Royal United Services Institute, im Gespräch mit der Moscow Times.

News zum Ukraine-Krieg: Russland konzentriert sich mit Luftangriffen auf den Osten

Bemerkbar macht sich der neue Kurs in der schwer beschädigten Hafenstadt Mariupol sowie in der Stadt Charkiw im Nordosten, in der jüngste Angriffe für großflächige Zerstörungen sorgten. Im Internet kursieren zahlreiche Amateuraufnahmen, die zeigen sollen, wie russische Jets in niedriger Höhe über dem Donbass operierten. Solche Einsätze in der Ukraine soll das russische Militär allerdings auf Gebiete beschränken, die in der Nähe des von Russland kontrollierten Luftraums liegen.

Eine Erklärung für die russische Zurückhaltung könnte die große Menge an Kurzstrecken-Luftabwehrraketen sein, die den ukrainischen Streitkräften seit Beginn der Invasion von westlichen Ländern geliefert wurden. „Die Russen könnten sich an ihre Erfahrungen in Afghanistan erinnern, wo die Stinger-Rakete ihnen die Vorherrschaft in der Luft genommen hat“, sagte James Lewis, Analyst am Strategic and International Studies Institute in Washington, der Moscow Times.

Ukraine-News: Spekuliert Russland auf einen militärischen Konflikt mit der Nato?

„Die Vorgehensweise, die wir sehen werden, ist die gleiche wie in Syrien, wo die meisten Waffen ungelenkt waren“, prognostizierte die Analystin Dara Massicot. Der neue Befehlshaber der russischen Militäroperation im Osten der Ukraine, Alexander Dwornikow, erhielt einst den Spitznamen „Schlächter von Syrien“, da er während der russischen Militärintervention zur Stützung des Assad-Regimes ein solches Vorgehen in zivilen Gebieten des Landes genehmigt hatte. (nak)

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