SPD-Kanzlerkandidat kritisiert US-Präsident 

Martin Schulz: Trump-Regierung erinnert an „Kabinett der Barone“

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SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz auf der Buchmesse in Leipzig. 

Leipzig - SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz fühlt sich von der US-Regierung um Präsident Donald Trump an die Weimarer Republik erinnert.

„In einer gewissen Art und Weise erinnert einen die Regierung in Washington an das „Kabinett der Barone“ von Papen“, sagte Schulz am Donnerstag auf der Leipziger Buchmesse in Anlehnung an die Regierung des Deutschen Reichs von 1932 um den adligen Reichskanzler Franz von Papen. Mit Blick auf die USA sprach Schulz bei einem Treffen mit dem Historiker Volker Weiß von einem „autoritären Regime präsidialer Art“.

Auch an der AfD lässt Schulz kein gutes Haar

Auch in Deutschland und Europa machte Schulz Parallelen zur Weimarer Republik aus, insbesondere die Sprache von Rechtspopulisten erinnere ihn an die 1920er Jahre. Über die stellvertretende AfD-Vorsitzende Beatrix von Storch sagte der frühere Präsident des Europaparlaments: „Ich habe es nicht für möglich gehalten, dass solche Figuren in der deutschen Politik nochmal eine Rolle spielen. Das ist unglaublich. Aber das zeigt auch, dass Alarmstufe vorhanden ist.“ Im Europaparlament sei „der tägliche Versuch des Tabubruchs“ seit Jahren zu erkennen.

Schulz - ein ausgebildeter Buchhändler - war am Sonntag auf einem Sonderparteitag mit 100 Prozent der Stimmen zum SPD-Vorsitzenden gewählt worden.

dpa

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