Altmaier und Habeck zu Gast

„Das ist doch quatsch“: Habeck bekommt bei Illner deutlichen Protest

In der ZDF-Sendung von Maybrit Illner (3. v. l.) gerieten Peter Altmaier (2. v. l.) und Robert Habeck (3. v. r.) aneinander.
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In der ZDF-Sendung von Maybrit Illner (3. v. l.) gerieten Peter Altmaier (2. v. l.) und Robert Habeck (3. v. r.) aneinander.

Am Donnerstagabend diskutierte Maybrit Illner unter anderem mit Robert Habeck und Peter Altmaier über das Thema „Abschwung, Jobs und Klimarettung – riskieren wir unseren Wohlstand?“

Update vom 27. September 2019: In der Ausgabe von „Maybrit Illner“ am Donnerstagabend ging es zeitweise heiß her zwischen Grünen-Politiker Robert Habeck und Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). Habeck forderte, um die deutsche Wirtschaftsleistung und damit auch die Arbeitsplätze zu erhalten, „vor der Welle zu bleiben“. Das bedeute, die Abkühlung der Konjunktur mit Investitionen zu verhindern. 

Habeck erklärte, dass dies durch Unterstützung der Forschung und Entwicklung geschehen solle, mit dem Ziel, CO2 einzusparen. „Die Versäumnisse der letzten 15, 20 Jahre aufholen. Wir tun so, als wenn wir die schlausten der Welt seien. Das sind wir nicht. Wir sind weltökonomisch abgehängt.“

Kaum war der Satz gesagt, protestierte Altmaier heftig. „Das ist doch quatsch“, fiel er Habeck ins Wort. Dann wurde Altmaier von Karl Haeusgen unterbrochen, um wenige Minuten später noch einmal auf Habecks Aussage zurückzukommen. „Ich bin dagegen, dass wir unser eigenes Land ständig schlechtreden.“

Das hatte übrigens auch Haeusgen, der Vizepräsident des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau, erklärt. Denn Habeck hatte es der deutschen Wirtschaft angelastet, dass sie abgehängt sei. Haeusgen sagte: „Ich würde nicht von der Politik sagen, dass sie 25 Jahre gepennt hat. Und ich würde sie bitten, das auch von der Wirtschaft nicht zu behaupten.“ 

Der Lobbyist hielt daraufhin eine Lobrede auf die deutsche Wirtschaft. „Wir können stolz auf unsere Industrie sein, wir haben den Dieselskandal gehabt“, erklärte er und deutete damit an, dass sich etwa VW trotz der Rückschläge - allen voran trotz der Strafzahlungen - technisch weiterentwickelt habe. Heute gehöre Volkswagen zu einem der besten Bauern von Dieselmotoren, sagte er. Damit deutete er ebenfalls an, dass der Vorwurf Habecks seiner Meinung nach nicht gerechtfertigt ist.

Ein Talk der Kategorie: Es war schon einmal spannender.

Nach dem Attentat in Hanau sendet das ZDF am Donnerstag, 20. Februar 2020, eine Sondersendung von „Maybrit Illner“ zu den Vorgängen in Hanau.

Heikles Thema bei „Maybrit Illner“: Zerstört der Klimaschutz unsere Wirtschaft?

Erstmeldung vom 26. September 2019: Berlin - Wie jeden Donnerstagabend lädt Maybrit Illner auch am 26. September wieder eine illustre Runde in ihr Studio ein, um die Themen zu besprechen, welche die deutsche Gesellschaft und Politiklandschaft bewegen. In der aktuellsten Ausgabe geben sich auch zwei Spitzenpolitiker die Ehre, um über ein besonders heikles Thema zu diskutieren. 

Maybrit Illner (ZDF): Heikles Thema am Donnerstagabend

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und Grünen-Chef Robert Habeck sprechen mit weiteren Gästen bei „Maybrit Illner“ zu dem Thema „Abschwung, Jobs und Klimarettung – riskieren wir unseren Wohlstand?“

In Zeiten von „Fridays for Future“ und „DeGrowth“-Bewegungen wählt Illner ein polarisierendes Thema für ihre Sendung. Bringt die Bundesrepublik Deutschland mit einer strikteren Klimapolitik den Wohlstand ihrer Bürger und Deutschlands Status als Wirtschafts-Supermacht in Gefahr? Die Antwort auf diese Frage gilt es bei „Maybrit Illner“ zu finden. 

In der Vorwoche diskutierten die Gäste das Thema „Gehts auch mit weniger Auto?“

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier ist nach einer Rede beim Digitalgipfel in Dortmund von der Bühne gefallen. Er soll sich verletzt haben.

Maybrit Illner (ZDF): Diese Gäste diskutieren über „Abschwung, Jobs und Klimarettung“

  • Peter Altmaier (CDU), Bundesminister für Wirtschaft und Energie
  • Robert Habeck (Grüne), Bundesvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen
  • Nina Treu, DeGrowth-Aktivistin 
  • Carolin Roth, Journalistin und Finanzexpertin
  • Mario Gutmann, Betriebsratsvorsitzender Bosch Bamberg
  • Karl Haeusgen, Vizepräsident Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau

Interessierte Fernsehzuschauer können die Talkshow am Donnerstagabend (26. September) von 22.15 Uhr bis 23.15 Uhr auf dem ZDF verfolgen. Darüber hinaus steht die Sendung auch in der ZDF-Mediathek zur Verfügung.

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Beim Talk von Maybrit Illner fliegen auch schon mal die Fetzen. Während der Debatte um die Grundrente schreien sich Kevin Kühnert und Tilman Kuban an. Doch dann reicht es einem ehemaligen Paralympics-Star. Zum Thema „Hass verbieten“ versus „Meinung aushalten“ diskutiert die ZDF-Moderatorin mit ihren Gästen, was sich Politiker gefallen lassen müssen.

Der ZDF-Talk von Maybrit Illner sorgte für viel Aufsehen. Nicht nur der Wutausbruch von Alexander Gauland war schuld. Auch die Ex-Frau von Christian Lindner stand im Fokus.

„Hart aber fair“: Beim Thema Tierschutz stürmt eine Zuschauerin die Bühne. Doch anstatt darüber zu diskutieren, will sie eine Anti-Feminismus-Debatte führen. Die Grünen verknüpfen unterdessen Tier- und Klimaschutz mit einer neuem Vorschlag - der dennoch polarisieren dürfte: Sie fordern eine CO2-Abgabe auf Fleisch und andere tierische Produkte.

In der ersten Sendung von Maybrit Illner nach der Winterpause geht es um die Irankrise. Zu Gast ist unter anderem der ehemalige Außenminister Sigmar Gabriel.

Was der Quatsch solle fragte auch eine AfD-Politikerin, die ihre Kollegin Beatrix von Storch im ZDF-Talk bei Maybritt Illner angriff.

In Frankreich tritt eine Katze als Kandidat bei den Kommunalwahlen an. Dabei ist sie nicht die einzige tierische Kandidatin.

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