Wahlkampftaktik

Experte sicher: Weidels Abgang war geplant

+
AfD-Frau Alice Weidels Abgang aus Sendung war geplant.

Der abrupte Abgang von AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel aus der ZDF-Wahlsendung „Wie geht's, Deutschland“ sorgt für Schlagzeilen. 

München - Der abrupte Abgang von AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel aus der ZDF-Wahlsendung „Wie geht's, Deutschland“ war aus Sicht des Medienwissenschaftlers Jo Groebel reine Wahlkampftaktik. 

Der Eklat sei im Wahlkampf ein „naheliegendes Mittel, Aufmerksamkeit, Schlagzeilen, Emotionen und gegebenenfalls auch die Bestätigung von Opferrolle und „Ausgrenzung“ durch die „Etablierten“ zu bekommen“, sagte Groebel der „Heilbronner Stimme“ (Donnerstag). „Das polarisiert und festigt die eigenen Reihen und Anhänger.“

Eklat in ZDF-Wahlshow

Weidel hatte am Dienstagabend die Sendung nach einem Streit mit dem CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer verlassen. Scheuer hatte zuvor von ihr gefordert, sie solle sich von ihrem Co-Spitzenkandidaten Alexander Gauland sowie dem Thüringer AfD-Landesvorsitzenden und Rechtsausleger Björn Höcke distanzieren. Gauland habe Höcke als Seele der AfD bezeichnet, sagte Scheuer. „Für mich ist er einfach ein Rechtsradikaler.“ Weidel verließ daraufhin ihr Pult und ging.

Mit einer ähnlichen Aktion sorgte CDU-Mann Wolfgang Bosbach im Juli für Aufsehen.

dpa

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Evangelische Kirche kritisiert CSU für „einseitige Flüchtlingspolitik“ 

Innenminister Horst Seehofer sieht sich als Opfer einer Kampagne und keinerlei Schuld bei der Bundespolitik für das CSU-Umfragetief. Tritt er im Falle eines Debakels bei …
Evangelische Kirche kritisiert CSU für „einseitige Flüchtlingspolitik“ 

Merkel spricht bei Sommerpressekonferenz

In Berlin ist politische "Sommerpause". Eine Garantie, dass es auch wirklich ruhig zugeht, ist das nicht. Etliche Konflikte schwelen unter der Decke. Das weiß auch die …
Merkel spricht bei Sommerpressekonferenz

Gedenken an Widerstand des 20. Juli 1944 in Berlin

Vor 75 Jahren wollten deutsche Offiziere den Krieg beenden und Hitler stürzen. Doch das Attentat scheiterte und die Nazis nahmen blutige Rache. Nun wird wie jedes Jahr …
Gedenken an Widerstand des 20. Juli 1944 in Berlin

Trump lädt Putin schon im Herbst nach Washington ein

Noch immer sorgt das Treffen zwischen Donald Trump und Wladimir Putin beim Gipfel in Helsinki für Schlagzeilen. Wir berichten weiter über die Nachwehen des Gipfels im …
Trump lädt Putin schon im Herbst nach Washington ein

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.