Nahe eines internationalen Hotels

Mehr als 20 Tote durch Selbstmord-Anschlag in Mogadischu

Bei einem Bombenanschlag in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind am Samstag laut Polizei mehr als 20 Menschen getötet worden.

Mogadischu - Bei einem schweren Selbstmordanschlag im Zentrum der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind der Polizei zufolge mehr als 20 Menschen getötet worden. Die meisten der Getöteten seien Zivilisten, sagte am Samstag der Polizist Mohamed Dahir. Zudem seien rund 40 Menschen verletzt worden. Die Zahl der Todesopfer könnte demnach weiter ansteigen. Augenzeugen berichteten, womöglich sei ein auch bei Regierungsmitarbeitern, Journalisten und aus dem Ausland zurückkehrenden Somalis beliebtes Hotel Ziel des Attentäters gewesen.

Der Selbmordattentäter habe sich in einem Auto an einer belebten Kreuzung in die Luft gesprengt, berichtete ein dpa-Reporter, der sich zum Zeitpunkt des Anschlags in der Nähe befand. Die Explosion habe umliegende Gebäude massiv beschädigt. Die Lage ist demnach chaotisch und unübersichtlich.

Zunächst war unklar, wer für den Anschlag verantwortlich war. Allerdings kommt es in Somalia immer wieder zu Anschlägen durch Al-Shabaab. Die mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida in Verbindung stehenden militanten Sunniten wollen in dem Land am Horn von Afrika einen sogenannten Gottesstaat mit strikter Auslegung des islamischen Rechts errichten. Eine 22 000 Mann starke Truppe der Afrikanischen Union (AU) unterstützt die somalischen Streitkräfte im Kampf gegen die Gruppe.

dpa/AFP

Rubriklistenbild: © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Nach heftiger Kritik: Trump räumt erstmalig russische Einmischung in US-Wahl ein

Donald Trump und Wladimir Putin trafen sich am Montag zum mit großer Spannung erwarteten Gipfel in Helsinki. Wir berichten am Tag danach weiter über die Nachwehen des …
Nach heftiger Kritik: Trump räumt erstmalig russische Einmischung in US-Wahl ein

May entgeht Schlappe im Parlament in Sachen Zollunion

Der Machtkampf um den richtigen Kurs für den EU-Austritt ist in Großbritannien voll entbrannt. Nachdem sich die Brexit-Hardliner am Montag durchgesetzt hatten, wollten …
May entgeht Schlappe im Parlament in Sachen Zollunion

Trump räumt russische Einmischung in US-Wahl ein

Nach dem Gipfel mit Kremlchef Putin war Donald Trump in der Heimat eine Welle der Empörung entgegengeschlagen. Nun reagiert der US-Präsident - und rudert etwas zurück.
Trump räumt russische Einmischung in US-Wahl ein

May entgeht im britischen Parlament Schlappe in Sachen Zollunion

Die britische Premierministerin Theresa May ist im Parlament nur knapp einer Schlappe in Sachen Zollunion nach dem Brexit entgangen.
May entgeht im britischen Parlament Schlappe in Sachen Zollunion

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.