Mutmaßliche Nationalisten

Mehr als 260 Festnahmen bei Anti-Putin-Protest in Moskau

+
Der russische Präsident Wladimir Putin. 

Die russische Polizei hat Berichten zufolge mehr als 260 mutmaßliche Anhänger einer nationalistischen Gruppe vorübergehend festgenommen.

Moskau - Einige Anhänger der mutmaßlich nationalistischen Gruppierung hätten Selbstverteidigungswaffen und Messer bei sich getragen, meldete die Agentur Tass am Sonntag unter Berufung auf Sicherheitskreise. Demnach waren Anhänger der nationalistischen Bewegung Artpodgotowka (Artillerievorbereitung) zum Manege-Platz beim Kreml im Zentrum von Moskau gekommen. Ein Polizeisprecher sagte der Agentur Interfax, 263 Menschen seien festgenommen worden.

Auch das Bürgerrechtlerportal OVD-Info berichtete von mehr als 200 Festnahmen in Moskau sowie einigen Dutzend in St. Petersburg und weiteren Provinzstädten. Dem regierungskritischen Radiosender Echo Moskwy zufolge kontrollierte die Polizei vor allem junge Menschen.

Die Bewegung wurde als extremistisch eingestuft und damit für höchst gefährlich befunden

Der Chef von Artpodgotowka, Wjatscheslaw Malzew, hatte seine Anhänger für Sonntag zu Protesten gegen die Regierung aufgerufen. Er hatte im Kontext des 100. Jahrestages der Oktoberrevolution 1917 an diesem Dienstag von einer neuen Revolution gesprochen.

Die russischen Behörden stufen Artpodgotowka als extremistische Gruppe ein. Am Freitag hatte der Inlandsgeheimdienst FSB Mitglieder der Bewegung festgenommen. Sie sollten Anschläge auf Behördengebäude geplant, hieß es.

dpa

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Maas wirft Assad "menschenverachtendes Verhalten" vor

Der Militärschlag der Westmächte gegen Syrien erfolgte ohne Zustimmung des blockierten Sicherheitsrats der Vereinten Nationen. Bei einem Besuch bei den UN verteidigt …
Maas wirft Assad "menschenverachtendes Verhalten" vor

Maas erwartet keinen neuen Wahlkampfstreit mit der Türkei

Wird die türkische Regierung das Wahlkampfverbot für türkische Politiker in Deutschland akzeptieren? Außenminister Maas zeigt sich nach dem ersten Treffen mit seinem …
Maas erwartet keinen neuen Wahlkampfstreit mit der Türkei

Diktator Lukaschenko lobt Merkels Flüchtlingspolitik - aus interessantem Grund 

Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko hat Bundeskanzlerin Angela Merkel für ihre Flüchtlingspolitik gelobt. Humanitäre Gründe sind für seine Meinung jedoch …
Diktator Lukaschenko lobt Merkels Flüchtlingspolitik - aus interessantem Grund 

„Schwerwiegende Vorwürfe“: Riesen-Wirbel um Trumps Leibarzt 

US-Präsident Donald Trump bekommt bei der Besetzung des vakanten Postens des Veteranenministers Gegenwind aus dem Kongress - wegen seines Leibarztes. Der steht unter …
„Schwerwiegende Vorwürfe“: Riesen-Wirbel um Trumps Leibarzt 

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.