US-Militär:

Mehr als 50 afghanische Soldaten bei Taliban-Angriff getötet

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50 Tote bei Taliban-Angriff auf Militärbasis in Afghanistan

Masar-i-Scharif - Bei einem Taliban-Angriff auf einen afghanischen Militärstützpunkt sind am Freitag nach US-Angaben mehr als 50 Soldaten getötet worden.

Die Attacke auf die Basis nahe der Stadt Masar-i-Scharif im Norden des Landes habe mehrere Stunden gedauert, erklärte ein Sprecher der US-Armee in Kabul. Die radikalislamischen Rebellen hätten sich zu dem Angriff bekannt. Die Bundesregierung verurteilte die Attacke.

Erst am frühen Abend sei die Lage wieder unter Kontrolle gewesen, sagte der Militärsprecher. Der Nato-Oberkommandierende in Afghanistan, US-General John Nicholson, lobte die afghanischen Einheiten, die den Angriff beendet hätten. Nach seinen Angaben waren die Soldaten in einer Moschee sowie in einer Mensa auf dem Militärgelände attackiert worden.

Laut dem Verteidigungsministerium in Kabul trugen die Angreifer afghanische Armeeuniformen. Sieben von ihnen seien getötet worden, zwei weitere hätten sich in die Luft gesprengt. Ein Täter sei festgenommen worden.

Das Auswärtige Amt verurteilte den "hinterhältigen Angriff" auf das Armeelager. Viele Opfer seien offenbar beim Freitagsgebet überrascht worden, teilte das Ministerium in Berlin mit. "Dieser Angriff wird an unserer Entschlossenheit, die Unterstützung für Afghanistan fortzusetzen, nichts ändern."

Die Sicherheitslage in Afghanistan ist angespannt. Es wird erwartet, dass die Taliban bald ihre Frühjahrsoffensive ankündigen. Mehrere Anläufe der afghanischen Regierung für Friedensgespräche mit den Taliban waren in der Vergangenheit gescheitert. Im vergangenen Jahr wurden in Afghanistan rund 11.500 Zivilisten getötet. Es war das blutigste Jahr seit dem Beginn der Aufzeichnungen durch die UNO 2009.

Die Nato-Staaten, die ihren Kampfeinsatz in dem Land Ende 2014 offiziell beendet hatten, haben derzeit mehr als 13.000 Soldaten in Afghanistan stationiert. Etwa die Hälfte von ihnen stellt das US-Militär. Auch die Bundeswehr beteiligt sich an dem Einsatz "Resolute Support", bei dem es vor allem um Ausbildung, Beratung und Unterstützung des afghanischen Militärs geht. Der Bundestag hatte im vergangenen Dezember einer Verlängerung des Bundeswehreinsatzes bis Ende 2017 zugestimmt.

AFP

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