Erklärung für Probleme?

Zitteranfälle bei Kanzlerin häufen sich - Wagenknecht ehrt Merkel: „Aber irgendwann ...“

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Pressekonferenz mit Bundeskanzerlin Merkel.

Weil Angela Merkel einige Zitteranfälle hatte, ist ihr Gesundheitszustand immer häufiger Gesprächsthema. Sahra Wagenknecht meint, die Gründe zu kennen.

Berlin - Angela Merkels Zitteranfälle haben sich in den letzten Wochen gehäuft. Zuerst kam es dazu, als die Bundeskanzlerin den neuen ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij empfangen hat. Nur wenige Tage später machten sich die Menschen erneut Sorgen um die Kanzlerin. Bei der Ernennung der neuen Justizministerin Christine Lambrecht begann Merkel wieder, unvermittelt heftig zu zittern. Es folgte ein dritter Vorfall. 

Zuletzt trat Merkel bei mehreren Termin sitzend auf - sowohl bei der Ernennung Annegret Kramp-Karrenbauers zur neuen Verteidigungsministerin als auch bei einem Treffen mit der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen. Dabei dürfte es sich um einen Schutz vor weiteren Zitteranfällen gehandelt haben.

Bei den Wagner-Festspielen in Bayreuth zeigte sich die Kanzlerin nun erfrischend gut gelaunt. Ohne Ehemann Joachim Sauer schlenderte sie über den roten Teppich. Jetzt gibt es Spekulationen, mit wem sie sich die zweite Aufführung am Montag anschauen wird.

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Merkel beschwichtigt nach Zitteranfällen

Auch wenn sich viele Beobachter und Experten Sorgen machen, beschwichtigt Merkel. Sie lässt nach außen keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie ihr Amt weiterhin in gewohnter Weise ausüben kann.

Nun hat sich Sahra Wagenknecht zu den Zitteranfällen geäußert. „Frau Merkel hat schon eine sehr robuste Gesundheit, sonst würde sie dieses Amt nicht so lange ausfüllen können“, sagt Wagenknecht in der Zeitschrift Superillu. Sie weiß, wie hart der Alltag eines Politikers sein kann. Schließlich war sie die Fraktionsvorsitzende der Partei Die Linke im Bundestag. „Ja, ich hatte ein Burn-out“, sagt sie. Vor wenigen Monaten gab Wagenknecht bekannt, dass sie sich wegen gesundheitlicher Probleme zurückziehen wolle. Sie wird bei der Wahl um den Fraktionsvorsitz der Linken nicht mehr antreten.

Video: Die Kanzlerin ist seit bald 14 Jahren im Amt

Merkel/Wagenknecht: Extremer Stress, wenig Schlaf, viele Termine sind der Alltag für Politiker

Auch wenn sie Merkel als robust charakterisiert, sagt sie: „Aber irgendwann hat jeder mal Momente, in denen der Körper streikt. Sie wird wissen, wie ernst sie das nehmen muss.“

Die Gründe, die Schwächeanfälle oder andere Erkrankungen verursachen können, sind für Wagenknecht eindeutig: „Politik in Spitzenfunktionen heißt heute: extremer Stress, Hetze von Termin zu Termin, wenig Schlaf. Und das praktisch ständig.“ Für einen Regierungschef kommen zahlreiche Termine im Ausland hinzu. Zuletzt war Merkel vor wenigen Wochen eigens für den zwei-tägigen G20-Gipfel nach Japan gereist. 

Sahra Wagenknecht nennt mögliche Gründe für Angela Merkels Zitteranfälle.

Wagenknecht und Merkel haben Leben nach der Politik im Blick

Wagenknecht feierte vor wenigen Tagen ihren 50. Geburtstag und ist damit 15 Jahre jünger als Merkel. Die Entscheidung, in der Politik kürzer zutreten, ist ihr auch wichtig für die Zukunft. „Mein größter Wunsch ist, dass Oskar (Ehemann Oskar Lafontaine, Anm. d. Red.) und ich noch sehr, sehr viele gemeinsame Jahre haben“, sagt sie der Zeitschrift Superillu.

Auch Merkel hatte sich bei ihrer Sommerpressekonferenz zu ihrem Gesundheitszustand geäußert: „Als Mensch habe ich auch persönlich ein hohes Interesse an meiner Gesundheit.“ Wenn sie bei der kommenden Bundestagswahl nicht mehr als Spitzenkandidat der Union antreten, hoffe sie, dass es noch ein weiteres Leben gebe. „Und das würde ich dann auch gerne gesund weiterführen“, erklärt sie.

Lesen Sie auch: Eisige Stimmung zwischen Washington und Berlin: Bei einem Wahlkampfauftritt appellierte Donald Trump an die Verantwortung Deutschlands. Der Grund: Die Bundesrepublik investiert zu wenig in die Verteidigung.

Die Vorfälle rund um Angela Merkel wurden unter anderem dadurch erklärt, dass die Bundeskanzlerin bei warmem Wetter zu wenig getrunken habe. Mit dem Klimawandel hat sich auch Frank Plasberg in „Hart aber Fair“ befasst. Danach ging die Sendung in eine Sommerpause.

dg

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