Neuer Termin am Freitag

Schneesturm: Merkel-Treffen mit Trump verschoben

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Ursprünglich wollte die Kanzlerin mit dem Airbus A340 "Theodor Heuss" der Flugbereitschaft der Bundeswehr in die USA fliegen. Foto: Michael Kappeler

Die Kanzlerin muss ihre mit Spannung erwartete Reise in die USA in quasi letzter Minute verschieben. Grund ist ein aufziehender Blizzard an der amerikanischen Ostküste. Ein neuer Termin für das Treffen mit Präsident Trump steht nach US-Angaben aber bereits fest.

Berlin/Washington (dpa) - Wegen eines aufziehenden Schneesturms an der amerikanischen Ostküste hat Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre geplante US-Reise kurzfristig verschoben.

Merkel sagte am Montagabend in Berlin, sie habe kurz vor dem Abflug nach Washington mit US-Präsident Donald Trump telefoniert. Dieser habe ihr die schlechte Wetterlage geschildert. Daraufhin hätten sie gemeinsam entschieden, die Reise zu verschieben. Das Treffen soll nach US-Angaben am Freitag nachgeholt werden.

An der US-Ostküste wurde in der Nacht zum Dienstag ein Blizzard erwartet. Der Schneefall in Washington sollte fast zeitgleich mit Merkels Landung einsetzen.

Die Kanzlerin wollte an diesem Dienstag erstmals mit Trump zusammentreffen. Das Treffen war mit Spannung erwartet worden. Vor der Reise hatte Merkel erklärt, sie freue sich ausdrücklich auf das Gespräch mit Trump. Es sei besser, miteinander zu reden statt übereinander.

Hauptthemen sollten nach deutschen Regierungsangaben die Beziehungen der USA zu Deutschland und der Europäischen Union als Handelspartner, Sicherheitspartner und Wertepartner sein. Ferner wollte Merkel über die Lage in Syrien, Libyen, Afghanistan und in der Ukraine sowie über den Kampf gegen den Terror und auch die Flüchtlingspolitik sprechen.

Aus deutschen Regierungskreisen verlautete, Merkel werde den Blick nach vorn richten und nicht auf Trumps Beschimpfungen eingehen, sie habe eine "katastrophal" falsche Flüchtlingspolitik gemacht und Deutschland ruiniert. Es gehe jetzt darum, sich kennenzulernen und Vertrauen aufzubauen.

Die USA waren 2016 größter Absatzmarkt für Produkte "Made in Germany". Washington stört sich aber schon länger am deutschen Handelsüberschuss von 49 Milliarden Euro. Trump hat als erster US-Präsident damit gedroht, die eigene Wirtschaft abzuschotten und nach dem Prinzip "Amerika first" zu handeln - womöglich quasi Strafzölle auf Importe zu verhängen. Deutsche Diplomaten sagten dazu, noch liege nichts Konkretes auf dem Tisch. Deutsche Unternehmen dürften nicht diskriminiert werden. In internationalen Abkommen gehe es immer um den Abbau von Zöllen - eine Erhöhung sei ökonomisch nicht sinnvoll.

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