Treffen in Berlin

Merkel und Macron wollen bis Mitte 2018 Kompromiss für EU-Reform finden

+

Die Reform der EU stand beim Treffen von Kanzlerin Merkel und dem französischen Präsidenten Macron im Mittelpunkt. Bis Mitte 2018 wollen sie Antworten auf die drängenden Fragen Europas liefern.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat bekräftigt, trotz unterschiedlicher Positionen in einigen Punkten zusammen mit Frankreich bis Mitte des Jahres einen Kompromiss für die geplanten EU-Reformen zu erarbeiten. „Wir brauchen offene Debatten und wir brauchen zum Schluss auch die Fähigkeit zum Kompromiss“, sagte Merkel am Donnerstag in Berlin bei einem Besuch des französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Es gelte, zentrale Antworten für die Bürger Europas auf die weltweiten Herausforderungen zu geben. Im Mittelpunkt des Treffens stehen die EU-Reformpläne Macrons.

Lesen Sie auch: Merkel stürzt ab, Überraschung auf Platz 1: Diese Politikerin dominiert bei Facebook

Bei Bankenunion liegen Vorstellungen weit auseinander

Merkel mahnte, Europa könne seine Interessen nur gemeinsam durchsetzen. Als Themen, die bei den Reformen angegangen werden sollen, nannte sie die europäische Asylpolitik, eine gemeinsame Außenpolitik sowie eine Weiterentwicklung der Wirtschafts- und Währungsunion oder eine Bankenunion. Gerade in den letzten Punkten liegen die Vorstellungen von Paris und Berlin vor allem bei der Umsetzung aber noch weit auseinander.

Vor den politischen Gesprächen am Nachmittag im Kanzleramt empfing Merkel Macron auf der Baustelle des Humboldt Forums im Berliner Stadtschloss. Dort soll nach der für 2019 geplanten Eröffnung in einem internationalen Ideenaustausch nach neuen Erkenntnissen bei Themen wie Migration und Globalisierung gesucht werden.

Auch interessant: Deutschland nimmt weitere 10.000 Flüchtlinge auf - und erntet Lob und Kritik

Merkel und Macron besuchen Trump

Neben der EU-Reform dürften auch die Lage in Syrien und der Umgang mit den USA und Russland eine wesentliche Rolle bei dem Gespräch von Merkel und Macron spielen. Kommende Woche sind beide zu Gast bei US-Präsident Donald Trump in Washington.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Corona: „Dritte Welle“ und Pleiten-Boom? Streeck und Wagenknecht beunruhigen im ZDF

Der Kampf gegen das Coronavirus dauert an. Virologe Hendrik Streeck zeichnet ein düsteres Bild. Auch Linke-Politikerin Sahra Wagenknecht sieht harte Zeiten kommen.
Corona: „Dritte Welle“ und Pleiten-Boom? Streeck und Wagenknecht beunruhigen im ZDF

Merkel-Nachfolge: Söder schießt in Umfrage-Ranking nach oben - Jetzt sogar der Kanzlerin auf den Fersen?

Die Beantwortung der Kanzlerfrage steht bei der Union weiterhin im Raum. Söder, Laschet und Merz gelten als Hauptanwärter. Ein CDU-Flügel bringt nun eine neue …
Merkel-Nachfolge: Söder schießt in Umfrage-Ranking nach oben - Jetzt sogar der Kanzlerin auf den Fersen?

Ausländischer Spion bei Merkel-Regierung enttarnt - doch Bundesregierung erlässt Ägypten Schulden 

Die Bundesregierung wird offenbar von einem Spionage-Fall erschüttert. Ein Mitarbeiter von Merkels Regierungssprecher Steffen Seibert soll als ausländischer Agent tätig …
Ausländischer Spion bei Merkel-Regierung enttarnt - doch Bundesregierung erlässt Ägypten Schulden 

Statue von US-First-Lady Melania Trump in ihrer Heimat Slowenien abgefackelt - die Reaktionen sind heftig

An der Seite von US-Präsident Donald Trump stieg Melania Trump zur First Lady auf. Die gebürtige Slowenin erhielt dafür eine Statue - die nun zerstört wurde.
Statue von US-First-Lady Melania Trump in ihrer Heimat Slowenien abgefackelt - die Reaktionen sind heftig

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.