Straftatbestände erfüllt

Horror-Clowns: Länderinnenminister wollen härter durchgreifen

+
Der hessische Innenminister Peter Beuth (CDU) verurteilt Horror-Clown-Attacken.

Berlin - Neben Joachim Herrmann sprechen sich nun auch mehrere Länderinnenminister für ein rigoroseres Vorgehen gegen Horror-Clown-Attacken aus.

Angesichts der zahlreichen Attacken durch sogenannte Horror-Clowns haben mehrere Länderinnenminister ein rigoroses Vorgehen angekündigt. "Die hessische Polizei wird derartige Übergriffe nicht tolerieren und strikt dagegen vorgehen", sagte der Wiesbadener Ressortchef Peter Beuth (CDU) dem Mannheimer Morgen vom Mittwoch. "Wer mit Horrormasken verkleidet seine Mitmenschen mit gefährlichen Gegenständen bedroht, gefährdet nicht nur die Gesundheit seines Gegenübers, sondern erfüllt Straftatbestände von Bedrohung bis hin zur fahrlässigen Körperverletzung." 

Auch Beuths baden-württembergischer Kollege Thomas Strobl (CDU) stellte ein konsequentes Vorgehen seiner Landespolizei in Aussicht. "Es ist perfide, eine so nette, freundliche, lustige Figur wie den Clown auf diese Art zu missbrauchen", sagte er der Zeitung. Ebenso zeigte sich der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) alarmiert. Auch die Polizei in seinem Bundesland werde derartige Übergriffe nicht tolerieren, sagte er dem Blatt. Kürzlich hatte bereits Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) eine harte Reaktion der Polizei angekündigt.

Seit geraumer Zeit häufen sich bundesweit die Vorfäll e mit maskierten sogenannten Horror-Clowns. Sie erschrecken Passanten, verfolgen sie mit Baseballschlägern und verletzen sie mitunter. Einige Opfer wehrten sich - unter anderem mit Schlägen oder Reizgas. 

Erst am Montag stach ein 14-jähriger Jugendlicher in Berlin einen mit einem Hammer bewaffneten sogenannten Horror-Clown mit einem Messer nieder. Bei dem Maskierten handelte es sich laut Polizei um einen 16 Jahre alten Freund. Die Polizei warnt bundesweit seit Tagen vor unkalkulierbaren Reaktionen bei derartigen Clownangriffen. Zugleich ruft sie Betroffene dazu auf, keine Selbstjustiz zu üben.

afp

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Containerschiff mit Migranten wartet vor Italien auf Hafeneinfahrt

Während Italien Jagd auf private Seenotretter macht, kommen weitere Flüchtlinge. Nun ist es ein kommerzielles Containerschiff, das mit 113 Migranten an Bord darauf …
Containerschiff mit Migranten wartet vor Italien auf Hafeneinfahrt

Asylstreit: Seehofer stellt Merkels Richtlinien-Kompetenz in Frage - doch Fakten sehen anders aus

Die Kanzlerin hat CSU-Chef Seehofer im Asylstreit damit gedroht, ihre Richtlinienkompetenz geltend zu machen. Seehofer will sich das „nicht gefallen lassen“. Doch Merkel …
Asylstreit: Seehofer stellt Merkels Richtlinien-Kompetenz in Frage - doch Fakten sehen anders aus

Türkei-Wahl 2018 im News-Ticker: Alkohol und Hochzeiten - Diese Dinge sind am Wahltag verboten 

Die Türkei wählt am Sonntag ihr neues Parlament und den neuen Präsidenten. An Machthaber Recep Tayyip Erdogan wird dabei wohl kein Weg vorbei führen. Alle News bei uns …
Türkei-Wahl 2018 im News-Ticker: Alkohol und Hochzeiten - Diese Dinge sind am Wahltag verboten 

Umfrage: Union verliert - AfD mit 16 Prozent auf Rekordhoch

Die AfD ist durch die heftigen Machtkämpfe in der Union im Höhenflug: Während CDU/CSU in Richtung 30-Prozent-Marke absacken, erreicht die rechtspopulistische Partei …
Umfrage: Union verliert - AfD mit 16 Prozent auf Rekordhoch

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.