Coronavirus

Ministerpräsident Netanjahu begibt sich in Quarantäne

Benjamin Netanjahu, Ministerpräsident von Israel und Vorsitzender der Likud-Partei. Foto: Oded Balilty/AP/dpa
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Benjamin Netanjahu, Ministerpräsident von Israel und Vorsitzender der Likud-Partei. Foto: Oded Balilty/AP/dpa

Nun geht auch Israels Regierungsschef Benjamin Netanjahu in Quarantäne - freiwillig. Einer seiner Beraterinnen soll sich mit dem Coronavirus infiziert haben.

Jerusalem (dpa) - Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu begibt sich vorsorglich in Quarantäne, weil sich Medienberichten zufolge eine seiner Beraterinnen mit dem Coronavirus infiziert hat.

Der Regierungschef und sein enger Mitarbeiterstab würden vorerst in Quarantäne bleiben, bis die notwendigen Untersuchungen abgeschlossen seien, teilte sein Büro mit. Anschließend würden das Gesundheitsministerium und Netanjahus Leibarzt ein Ende der Quarantäne festlegen. Zuvor war Netanjahus Beraterin für strengreligiöse Angelegenheiten positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden, wie israelische Medien berichteten.

Netanjahus Büro hatte zunächst mitgeteilt, nach einer ersten Einschätzung bestünde keine Notwendigkeit für eine Quarantäne. Er sei mit der Betroffenen nicht in engem Kontakt gewesen und habe sie nicht persönlich getroffen. Zusätzlich sehe es nach den ersten Erkenntnissen danach aus, dass die beiden in den vergangenen zwei Wochen nie zusammen in einem Raum gewesen seien.

Israel hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus strenge Ausgangsbeschränkungen verhängt. Die Menschen sollen zu Hause bleiben, nur in Ausnahmefällen ist der Ausgang erlaubt. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist das Virus Sars-CoV-2 mittlerweile bei 4347 Personen in Israel nachgewiesen worden. 15 Menschen sind den Angaben zufolge nach einer Infektion gestorben. Zehntausende Menschen befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Netanjahu bemüht sich nach der Parlamentswahl am 2. März derzeit um die Bildung einer großen Koalition mit seinem bisherigen Konkurrenten Benny Gantz vom Mitte-Bündnis Blau-Weiß. Nach Medienberichten steht eine Einigung kurz bevor. Es war die dritte Wahl innerhalb eines Jahres.

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