Mecklenburg-Vorpommern

Ministerpräsident Sellering tritt zurück - Schwesig soll folgen

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Manuela Schwesig und Erwin Sellering beim SPD-Landesparteitag in Rostock.

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) tritt von all seinen Ämtern zurück. Er wünscht sich Manuela Schwesig als Nachfolgerin. In einem Statement vertagte SPD-Chef Schulz allerdings die Nachfolge-Entscheidung.

Schwerin - Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) tritt aus gesundheitlichen Gründen von all seinen Ämtern zurück. Das teilten der SPD-Landesverband und die Schweriner Staatskanzlei am Dienstag in Schwerin mit. Er habe Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig als Nachfolgerin vorgeschlagen - als Regierungschefin ebenso wie als SPD-Landesparteichefin.

Sellering nannte in einer Mitteilung eine völlig überraschend festgestellte Lymphdrüsen-Krebserkrankung als Grund für seinen konsequenten Rückzug aus der Politik. Diese Diagnose erfordere umgehend eine massive Therapie. „Ich werde deshalb nicht mehr in der Lage sein, das Amt des Ministerpräsidenten so auszufüllen, wie das objektiv notwendig ist und meinem Anspruch an mich selbst entspricht“, erklärte Sellering.

Er war nach der Landtagswahl im vorigen September für eine dritte Amtszeit an die Spitze der SPD/CDU-Koalition gewählt worden. Erst Mitte Mai wurde der 67-Jährige auf einem Parteitag in Rostock als Landesvorsitzender bestätigt.

„Nach fast neun Jahren als Ministerpräsident scheide ich mit großer Dankbarkeit aus diesem Amt, das es mir ermöglicht hat, einen Beitrag für eine gute Zukunft unseres Landes zu leisten“, betonte er. Persönlich sei es ihm immer sehr wichtig gewesen, für mehr Respekt vor ostdeutschen Lebensleistungen einzutreten. „Ich bedanke mich sehr herzlich bei allen im Land, die mit großem Einsatz so positiv daran mitgewirkt haben, dass sich unser schönes Mecklenburg-Vorpommern so gut entwickelt hat“, sagte Sellering.

Schulz: Nachfolge noch nicht sicher

SPD-Chef Martin Schulz hat Mecklenburg-Vorpommerns Regierungschef Erwin Sellering nach dessen krankheitsbedingtem Rückzug seinen Respekt ausgesprochen. Sellering sei "die Entscheidung nicht leicht gefallen, im Gegenteil", sagte Schulz am Dienstag in Berlin. Aus Respekt vor der persönlichen Situation des 67-Jährigen wolle er "zu den Nachfolgefragen zu einem späteren Zeitpunkt Äußerungen machen", sagte Schulz.

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