Beschwichtigende Worte aus der Türkei

Ministerpräsident Yildirim für Deeskalation im Streit mit Deutschland

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Der er türkische Ministerpräsident Binali Yildirim will keine Eskalation. 

Die Türkei will die angespannte Lage zu Deutschland nicht eskalieren lassen. Das sagt zumindest der Ministerpräsident. Deutschland sei ein strategische Partner in Europa.

Istanbul - Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim hat sich für eine Deeskalation im Streit mit Deutschland ausgesprochen. „Mein Appel hier lautet, mit Besonnenheit zu handeln“, sagte Yildirim am Freitag in Ankara. „Es bringt weder Deutschland noch der Türkei etwas, wenn die Beziehungen geschädigt werden.“ Er plädierte dafür, die Spannungen nicht weiter zu erhöhen.

„Unsere Regierung sieht Deutschland auch heute noch als einen strategischen Partner in Europa“, sagte Yildirim. Er verwies auf die weit zurückreichenden bilateralen Beziehungen und auf die Waffenbrüderschaft zwischen dem Deutschen und dem Osmanischen Reich im Ersten Weltkrieg. Yildirim dementierte, dass gegen deutsche Unternehmen in der Türkei im Zusammenhang mit Terrorvorwürfen ermittelt werde. „Das ist gänzlich gelogen, so etwas gibt es nicht.“

Yildirim sagte, der größte Streitpunkt zwischen Ankara und Berlin sei, dass türkische Terroristen etwa von der Gülen-Bewegung oder der kurdischen Arbeiterpartei PKK in Deutschland Unterschlupf fänden. Yildirim ist formell Regierungschef, tatsächlich bestimmt aber Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan den Kurs in Ankara.

dpa

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