Debatte um Seehofer

Müller: Generationswechsel in CSU nur im "Miteinander"

+
Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer steht seit dem CSU-Fiasko bei der Bundestagswahl intern massiv in der Kritik. Foto: Michael Kappeler

Seit dem CSU-Wahlfiasko steht Parteichef Seehofer intern massiv in der Kritik. In der Partei werden Rufe nach seinem Rückzug laut.

Berlin/München (dpa) - Der CSU-Politiker Stefan Müller hat seine Partei angesichts der Debatte über die Zukunft von Parteichef Horst Seehofer zu Einigkeit aufgerufen.

"Natürlich wird es irgendwann einen Generationswechsel geben, das kann aber nur im Miteinander auch innerhalb der CSU erfolgen", sagte der parlamentarische Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Wir haben uns darauf verständigt, dass wir über Personalfragen reden, wenn die Sondierungsverhandlungen hier abgeschlossen sind. An dem Zeitplan sollten wir festhalten. Wir haben eine schwierige Woche vor uns."

Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Seehofer steht seit dem CSU-Fiasko bei der Bundestagswahl intern massiv in der Kritik. Am Wochenende forderte die bayerische Junge Union (JU) als erste große Parteiorganisation offen den Rückzug des 68-Jährigen spätestens im kommenden Jahr.

Zuvor hatten schon mehrere CSU-Bezirksvorstände in internen Sitzungen einen "geordneten" personellen Übergang gefordert. Seehofer will sich nach Abschluss der Sondierungen von Union, FDP und Grünen über eine mögliche Jamaika-Koalition sehr schnell zu seiner politischen Zukunft und der künftigen personellen Aufstellung der CSU äußern.

Müller sagte auf eine entsprechende Frage, er sehe Seehofer wegen der Personaldebatte nicht als belastet bei den Jamaika-Sondierungen an. "Gleichwohl ist es wichtig, dass wir alle den Kopf frei haben für die Themen, die nun in dieser Woche anstehen.

Über Personalfragen haben wir anschließend immer noch Zeit zu reden", sagte der CSU-Politiker. "Dass dann aber im Hinblick auf den Parteitag und auch auf die Frage der Spitzenkandidatur im nächsten Jahr und auch wie die neue Staatsregierung dann aufgestellt werden soll, geredet werden soll, ist unstrittig."

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

News-Ticker zum SPD-Parteitag: CSU-Chef Seehofer drängt zur Eile

Es ist schon jetzt die längste Regierungsbildung in der Geschichte der Bundesrepublik. Nun gibt es Licht am Ende des Tunnels: Die SPD fällt einen staatstragenden …
News-Ticker zum SPD-Parteitag: CSU-Chef Seehofer drängt zur Eile

Hunderttausende demonstrieren weltweit gegen Trump

Seit genau einem Jahr ist US-Präsident Donald Trump im Amt. Für seine Gegner ein Grund zu einer erneuten Welle von "Women's Marches" aufzurufen - gegen Rassismus und für …
Hunderttausende demonstrieren weltweit gegen Trump

Erleichterung und Unkenrufe - Reaktionen auf den SPD-Parteitag

Die AfD frohlockt, Lindner mahnt, die Linke spricht von „Harakiri“. Das eher knappe Ja der SPD zu Koalitionsgesprächen mit der Union ruft gemischte Reaktionen hervor. …
Erleichterung und Unkenrufe - Reaktionen auf den SPD-Parteitag

Nach SPD-Entscheidung: Wie geht es jetzt mit der Regierungsbildung weiter?

Eine große Hürde ist genommen: Der SPD-Parteitag hat den Weg frei gemacht für Koalitionsverhandlungen mit der Union. Es ist aber nicht die letzte Hürde. Hier der …
Nach SPD-Entscheidung: Wie geht es jetzt mit der Regierungsbildung weiter?

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.