Pilgerreise nach Mekka

Muslimische Wallfahrt Hadsch endet ohne Zwischenfälle

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Muslimische Pilger vollziehen bei ihrer Pilgerfahrt (Hadsch) an der Kaaba in Mekka den Tawaf, bei dem die Kaaba umschritten wird. Foto: SPA

Mehr als zwei Millionen Muslime pilgern zur Hadsch in Saudi-Arabien. Überschattet wird die Wallfahrt in diesem Jahr von der Krise am Golf. Dabei soll die Politik außen vor bleiben.

Riad (dpa) - Die muslimische Pilgerreise Hadsch ist nach Angaben saudischer Behörden ohne Zwischenfälle zu Ende gegangen. Mehr als zwei Millionen Muslime hätten in diesem Jahr an der Wallfahrt teilgenommen, sagte der Gouverneur der Region Mekka, Prinz Khalid Al-Faisal.

Er danke den Pilgern, die zum Erfolg der Hadsch beigetragen hätten, zitierte ihn die staatliche saudische Nachrichtenagentur SPA. Es seien weder Sicherheits- noch Gesundheitsprobleme gemeldet worden.

In den vergangenen Jahren war es häufiger zu Problemen und Unfällen gekommen. Vor zwei Jahren wurden nach offiziellen Angaben 769 Pilger bei einer Massenpanik zu Tode gedrückt. Inoffizielle Berechnungen gehen von rund 2000 Todesopfern aus. Die Wallfahrt findet daher unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt.

In diesem Jahr wurde die Hadsch von Spannungen auf der Arabischen Halbinsel überschattet. Saudi-Arabien, Bahrain, Ägypten und die Vereinigten Arabischen Emirate hatten Anfang Juni alle diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen. Sie werfen dem kleinen Wüstenemirat Terrorunterstützung und zu enge Beziehungen zum schiitischen Iran vor.

Die Pilgerfahrt nach Mekka gehört zu den fünf Grundpflichten des Islams. Jeder fromme Muslim, der gesund ist und es sich leisten kann, sollte einmal im Leben nach Mekka pilgern. Die siebenmalige Umrundung der Kaaba, dem zentralen Heiligtum des Islams, markiert das Ende des Hadsch.

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