Gesundheitszustand

Nach „Husten-Rede“: Israel spekuliert über Hisbollah-Chef

Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah
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Hassan Nasrallah, Hisbollah-Chef, spricht am Aschura-Tag. (Archivbild).

Während einer Rede muss Hisbollah-Generalsekretär Hassan Nasrallah immer wieder husten, er wirkt atemlos. Grund für Spekulationen um den Gesundheitszustand von Seiten Israels.

Tel Aviv (dpa) - Nach einer Ansprache von Hisbollah-Generalsekretär Hassan Nasrallah mehren sich in Israel die Spekulationen über den Gesundheitszustand des Chefs der libanesischen Miliz.

Der 60-Jährige musste während der Rede immer wieder stark husten und wirkte atemlos. Nach Medienberichten geht das israelische Militär davon aus, dass Nasrallah an einer Corona-Infektion leidet oder sich im Genesungsprozess befindet. Die Armee sei der Ansicht, Nasrallah habe mit der Rede einen Fehler begangen, berichtete der israelische Rundfunk. Ziel sei gewesen, Israel abzuschrecken. Er habe jedoch einen kranken und schwachen Eindruck gemacht.

Nasrallah droht Israel mit Krieg

Nasrallah hatte Israel am Dienstagabend mit einem regionalen Krieg gedroht, sollte es Übergriffe in Jerusalem oder auf dem Tempelberg (Al-Haram al-Scharif) geben. Die Anlage in Jerusalems Altstadt ist Muslimen und Juden gleichermaßen heilig. Konfrontationen auf dem Tempelberg gelten als einer der Auslöser für den Waffengang zwischen Israel und der im Gazastreifen herrschenden islamistischen Hamas. Beide Seiten hatten sich nach elf Tagen auf eine Waffenruhe verständigt, die seit Freitag in Kraft ist.

Während der Eskalation waren auch Raketen aus dem Libanon auf Israels Norden abgefeuert worden. Nach Angaben aus libanesischen Sicherheitskreisen stand aber eine palästinensische Gruppierung dahinter und nicht die schiitische Hisbollah. Die Hisbollah ist eng mit Israels Erzfeind Iran verbündet. Sie kontrolliert mit ihrer Miliz unter anderem den Süden des Libanon und damit die Grenze zu Israel, wo es immer wieder zu Spannungen kommt. Zuletzt hatte es 2006 einen Krieg zwischen der Hisbollah und Israel gegeben.

© dpa-infocom, dpa:210527-99-759948/2

Bericht der Zeitung Israel Hajom

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