Drei Prozentpunkte gesunken

Nach Jamaika-Abbruch: FDP und Lindner verlieren an Zustimmung

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Der abrupte Ausstieg aus den Jamaika-Verhandlungen hat die FDP und ihren Parteivorsitzenden beim Volk Sympathiepunkte gekostet. Auch an Angela Merkel geht die Entwicklung nicht spurlos vorbei.

Die FDP verliert nach ihrem Ausstieg aus den Jamaika-Sondierungen an Zustimmung. In dem am Donnerstag veröffentlichten ARD-"Deutschlandtrend" kommt die FDP auf neun Prozent, das sind drei Punkte weniger als im Vormonat. Die Union gewinnt hingegen zwei Punkte hinzu und erreicht 32 Prozent Zuspruch. Die SPD liegt in der vor dem Parteitag der Sozialdemokraten erhobenen Umfrage unverändert bei 21 Prozent, die AfD erhält weiterhin 13 Prozent. Die Grünen kommen unverändert auf elf Prozent und die Linke verbessert sich um einen Punkt auf zehn Prozent. 

Auch FDP-Parteichef Christian Lindner büßte deutlich an Zuspruch ein: Im Vergleich zur Befragung von Anfang November verliert er 17 Punkte und kommt auf 28 Prozent Zustimmung. Zuletzt war Lindner demnach im April 2017 ebenso schlecht bewertet worden. Die FDP war am 19. November aus den Sondierungen mit Union und FDP ausgestiegen und hatte die Gespräche über ein Jamaika-Bündnis damit platzen lassen. 

ARD-"Deutschlandtrend": Bestwert für Grünen-Chef Özdemir

Mit der Arbeit des Parteivorsitzenden der Grünen, Cem Özdemir, sind 57 Prozent der Befragten zufrieden oder sehr zufrieden. Das ist ein Plus von drei Punkten im Vergleich zum Vormonat und der höchste Wert, der im ARD-"Deutschlandtrend" bisher für ihn gemessen wurde. Bundeskanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel verliert im Vergleich zum Vormonat drei Punkte und kommt auf 54 Prozent Zustimmung. Das ist ihr schlechtester Wert seit Oktober 2016. Der CSU-Vorsitzende und bayerische Noch-Ministerpräsident Horst Seehofer gewinnt im Vergleich zum Vormonat drei Punkte und kommt auf 31 Prozent Zustimmung.

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Außenminister Sigmar Gabriel führt die Liste mit 65 Prozent Zustimmung an. Das sind acht Punkte mehr im Vergleich zum "Deutschlandtrend Anfang Oktober. Im vergangenen Monat wurde die Zustimmung zu Gabriel nicht abgefragt. Der SPD-Parteivorsitzende Martin Schulz erhält 39 Prozent Zustimmung, das sind vier Punkte mehr als im Vormonat. Für die Sonntagsfrage befragte das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap im Auftrag der ARD von Montag bis Mittwoch dieser Woche 1504 Wahlberechtigte. Für die Erhebung zur Beliebtheit von Politikern wurden am Montag und Dienstag 1004 Wahlberechtigte befragt. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei plus/minus 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten.

AFP

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