Insel ruft Trauertag aus

Nach Journalistenmord auf Malta: Regierung bei Beerdigung unerwünscht

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Verbrechen an Journalisten

Die Präsidentin und die Regierung Maltas sind bei der Beerdigung der ermordeten kritischen Journalistin Daphne Caruana Galizia nach eigenen Angaben unerwünscht.

Valletta - Präsidentin Marie-Louise Coleiro Preca habe den Wunsch geäußert, bei der Bestattung am Freitag dabei zu sein, sagte ein Sprecher des Präsidialamtes. Jedoch habe die Familie über eine dritte Person mitgeteilt, dass die Anwesenheit nicht erwünscht sei. Die regierungskritische Bloggerin war am 16. Oktober mit einer Autobombe getötet worden. Bisher fehlt jede Spur von den Tätern. Auch die Regierung von Premierminister Joseph Muscat erklärte, dass die Familie es „allgemein bekannt gemacht“ habe, dass Staats- und Regierungsvertreter nicht dabei sein sollten. Die Beerdigung war am Freitagnachmittag in der Stadt Mosta angesetzt. Die Regierung der Mittelmeerinsel rief einen Trauertag aus. Caruana Galizia hatte unter anderem einen Skandal um die sogenannten Panama Papers aufgedeckt, in den auch die maltesische Regierung verstrickt gewesen sein soll.

dpa

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