Waren sie Terror-Helfer?

Nach Nizza-Attentat: Verfahren gegen drei Verdächtige

+
Wenige Tage nach dem Attentat von Nizza gedenken Touristen und Einheimische der Opfer.

Nizza - Die französischen Behörden haben Ermittlungen gegen drei Männer im Zusammenhang mit dem Attentat von Nizza eingeleitet. Andere Festgenommene kamen dagegen wieder auf freien Fuß.

Im Zusammenhang mit dem Attentat mit 86 Toten im südfranzösischen Nizza im Juli hat die französische Justiz Ermittlungsverfahren gegen drei weitere Verdächtige eingeleitet. Die Männer im Alter von 24, 31 und 36 Jahren seien am Freitag in Untersuchungshaft genommen worden, verlautete am Samstag aus Justizkreisen.

Den Angaben zufolge ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den 31-Jährigen wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. Gegen die beiden anderen wird wegen Komplizenschaft sowie wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz in Zusammenhang mit einer terroristischen Unternehmung ermittelt.

Festnahmen am Montag

Die drei Verdächtigen waren am Montag in Nizza festgenommen worden. Sieben ebenfalls in Nizza festgenommene Menschen kamen dagegen wieder auf freien Fuß. Auch ein im westfranzösischen Nantes Festgenommener wurde freigelassen.

Sie alle stammen aus dem Umfeld weiterer Verdächtiger, gegen die bereits Ermittlungen eingeleitet wurden: Es handelt sich um Paar, das dem Attentäter eine Pistole verkauft haben soll, und um einen Mann, der gestanden hat, als Mittelsmann bei dem Waffenverkauf gedient zu haben.

Der Täter war am Abend des französischen Nationalfeiertags am 14. Juli mit einem Lastwagen in eine Menschenmenge an der Strandpromenade von Nizza gerast. 86 Menschen wurden getötet und mehr als 400 verletzt. Der 31-jährige Attentäter wurde bei einem Schusswechsel mit der Polizei getötet.

afp

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Herxheimer Hitler-Glocke soll wieder läuten

Die umstrittene sogenannte Hitler-Glocke im rheinland-pfälzischen Herxheim am Berg soll wieder läuten. Der Zentralrat der Juden hat dafür keinerlei Verständnis.
Herxheimer Hitler-Glocke soll wieder läuten

Für den Merkel-Fall: Diese Frau ist ihre Nachfolge-Favoritin

Die CDU-Vorsitzende hat ihrer Partei nach der Wahlschlappe Erneuerung versprochen. Noch ist offen, ob es GroKo-Verhandlungen gibt. Doch in den Parteien kursieren schon …
Für den Merkel-Fall: Diese Frau ist ihre Nachfolge-Favoritin

Reserve der Rentenkasse entgegen Prognosen gestiegen

Berlin (dpa) - Die Finanzlage der gesetzlichen Rentenversicherung ist besser als angenommen. Die Reserve der Rentenkasse war Ende 2017 mit 33,424 Milliarden Euro …
Reserve der Rentenkasse entgegen Prognosen gestiegen

Forsa-Umfrage sieht SPD auf 18 Prozent abrutschen

Berlin (dpa) - Wenige Tage vor ihrem entscheidenden Parteitag zu Koalitionsverhandlungen mit der Union verliert die SPD in einer Umfrage weiter an Zuspruch. Sie rutschte …
Forsa-Umfrage sieht SPD auf 18 Prozent abrutschen

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.