„Wir sehen mit Sorge nach Nordsyrien“

Nach türkischer Militäroffensive: Auswärtiges Amt ruft zur Besonnenheit auf

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Die Grenze zwischen der Türkei und Syrien.

Das Auswärtige Amt ruft Kreisen zu Folge zur Besonnenheit auf, nachdem die Türkei eine Militäroffensive in Nordsyrien gestartet hat.

Berlin - Nach Beginn der türkischen Militäroffensive gegen kurdische Truppen in Nordsyrien ruft das Auswärtige Amt Kreisen zufolge alle Beteiligten zu Besonnenheit auf. „Wir sehen mit Sorge nach Nordsyrien“, war am Samstag aus dem Auswärtigen Amt zu hören. Die aufgeheizte Rhetorik und auch der Beschuss über die Grenze, der allerdings nicht neu sei, seien nicht ermutigend. „Wir rufen alle Beteiligten auf, jetzt besonnen zu handeln und keine neue Gewalt aufkommen zu lassen.“

Zuvor hatte die Türkei die „Operation Olivenzweig“ begonnen, um nach eigener Darstellung die Bewohner der nordsyrischen Grenzregion von der „Unterdrückung durch Terroristen“ zu befreien. Die Offensive zielt auf die von den USA unterstützten kurdischen Volksschutzeinheiten YPG, der syrische Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK in der Türkei.

„Die Menschen in Nordsyrien leiden schon genug“

„Die Menschen in Nordsyrien leiden schon genug - bereits jetzt sind unzählige Menschen auf der Flucht“, hieß es aus dem Auswärtigen Amt weiter. „Der Fokus in Nordsyrien muss auf dem Kampf gegen die von den Vereinten Nationen gelisteten Terror-Gruppen liegen. Vor allem muss die Anstrengung aller endlich darauf abzielen, auf politischer Ebene Fortschritte zu erzielen.“

Die Vereinten Nationen starten kommende Woche einen neuen Versuch, einer Lösung im Syrien-Konflikt näherzukommen. UN-Sondervermittler Staffan de Mistura hat dazu die Konfliktparteien für den 25. und 26. Januar nach Wien eingeladen.

dpa

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