Kim beunruhigt weiter

Neue Runde im Atomwaffen-Streit: Putin lobt Nordkoreas Machthaber

Russlands Präsident Wladimir Putin hat den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un als "kompetenten und reifen Politiker" gelobt.

Moskau - Die neueste Runde im Streit um das nordkoreanische Atomwaffen- und Raketenprogramm habe Kim "ohne Zweifel gewonnen", sagte Putin am Donnerstag in Moskau. Auch sein strategisches Ziel habe er erreicht: Er habe einen Atomsprengkopf und Raketen mit einer "weltweiten Reichweite" von bis zu 13.000 Kilometern. Nun sei es in seinem Interesse, "die Situation zu beruhigen". In den vergangenen Monaten hatte Nordkoreas Machthaber die internationale Gemeinschaft mit Raketentests und dem bislang gewaltigsten Atomtest beunruhigt. Er verstieß damit gegen Resolutionen des UN-Sicherheitsrats. Zudem lieferte sich Kim einen verbalen Schlagabtausch mit US-Präsident Donald Trump, der wiederum Nordkorea mit der völligen Zerstörung drohte. All dies löste international die Sorge vor einem Atomkrieg aus. Seit Jahresbeginn kam jedoch Bewegung in den Konflikt, nachdem Kim in seiner Neujahrsansprache Dialogbereitschaft mit dem Süden signalisiert hatte. Am Dienstag trafen sich dann erstmals seit mehr als zwei Jahren Regierungsvertreter aus Nord- und Südkorea zu direkten Gesprächen in Panmunjom in der entmilitarisierten Zone an der gemeinsamen Grenze. Dabei kündigte Nordkorea seine Teilnahme an den Olympischen Winterspielen in Südkorea kommenden Monat an. Außerdem verständigten sich die seit Jahrzehnten verfeindeten Nachbarstaaten auf Schritte zur militärischen Deeskalation. Am Mittwoch erklärte sich Südkoreas Staatschef Moon Jae zu einem Treffen mit Kim bereit.

afp

Rubriklistenbild: © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

„Sichere Herkunftsländer“: Grüne blockieren wohl Gesetz - CDU-Mann macht schweren Vorwurf

Tunesien, Algerien, Marokko und Georgien sollen „sichere Herkunftsländer“ werden - so will es der Bundestag. Die Grünen bekräftigen aber ihren Widerstand.
„Sichere Herkunftsländer“: Grüne blockieren wohl Gesetz - CDU-Mann macht schweren Vorwurf

Volker Bouffier bleibt hessischer Ministerpräsident

Schwarz-Grün in Hessen kann wie geplant weiterregieren. Ministerpräsident Volker Bouffier wird im Amt bestätigt. Wegen der knappen Mehrheitsverhältnisse ist es bis zum …
Volker Bouffier bleibt hessischer Ministerpräsident

US-Delegation sagt Reise zu WEF-Treffen in Davos ab

Dutzende Staats- und Regierungschefs reisen in der kommenden Woche nach Davos, auch Kanzlerin Merkel. Auf andere Spitzenpolitiker muss das Weltwirtschaftsforum indes …
US-Delegation sagt Reise zu WEF-Treffen in Davos ab

Deutschland will bei Streit um Asowsches Meer schlichten

Bei seiner Reise nach Moskau hat Außenminister Maas heikle Themen auf seiner Agenda: Ukraine-Krise und atomare Abrüstung. Doch finden seine Vorschläge Gehör beim …
Deutschland will bei Streit um Asowsches Meer schlichten

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.