Astana-Gespräche

Syrien gibt Türkei Schuld für Absage der Rebellen

+
Eine Straße im östlichen Stadtteil Salaheddine der vom Krieg zerstörten Stadt Aleppo. Foto: Hassan Ammar

Astana (dpa) - Die syrische Regierung gibt der Türkei die Schuld für die Absage der Rebellen an die neue Runde der Syrien-Gespräche in der kasachischen Hauptstadt Astana.

Die Türkei müsse dafür die Verantwortung tragen, da sie eine Garantiemacht sei, sagte der Leiter der syrischen Regierungsdelegation, Baschar al-Dschafari, nach einem ersten Treffen mit russischen Vertretern, wie die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana meldete. Das Fernbleiben der "bewaffneten Gruppen" zeige deren politische Schwäche.

Bei den mittlerweile dritten Syrien-Gesprächen in Astana soll es unter der Vermittlung Russlands und der Türkei vor allem um die Stärkung der brüchigen Waffenruhe gehen. Die Rebellenvertreter hatten ihre Teilnahme jedoch abgesagt. Sie protestieren damit gegen regelmäßige Verstöße der Regierungstruppen gegen die Feuerpause.

Russland ist neben dem Iran der wichtigste Verbündete der Regierung in Damaskus, die Türkei unterstützt die Rebellen. Der Astana-Prozess läuft parallel zu den Genfer Syrien-Verhandlungen unter UN-Vermittlung. Diese sollen Ende März fortgesetzt werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Maduro schließt Oppositionsparteien von Präsidentenwahl aus

Die drei großen Oppositionsparteien in Venezuela hatten wegen Wahlbetrugsvorwürfen zum Boykott der Kommunalwahlen aufgerufen. Staatschef Nicolás Maduro schließt sie im …
Maduro schließt Oppositionsparteien von Präsidentenwahl aus

Putin ordnet bei Syrienbesuch Teilabzug der Truppen an

Nach mehr als zwei Jahren soll die russische Luftwaffe ihren Einsatz in Syrien nun beenden. Bei einem nicht angekündigten Besuch in dem Bürgerkriegsland gibt Putin den …
Putin ordnet bei Syrienbesuch Teilabzug der Truppen an

EU-Staaten beschließen ständige militärische Zusammenarbeit

Die Verteidigungspolitik gehörte lange zu den Bereichen, in denen sich die EU-Staaten bei der Zusammenarbeit äußerst schwer taten. Nun wurde ein Beschluss gefasst, der …
EU-Staaten beschließen ständige militärische Zusammenarbeit

EU-Staaten fassen Beschluss für Verteidigungsunion

In der Verteidigungspolitik taten sich die EU-Staaten bei der Zusammenarbeit lange schwer. An diesem Montag wurde ein Beschluss gefasst, der eine neue Ära einleiten soll.
EU-Staaten fassen Beschluss für Verteidigungsunion

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.