„Wir werden die Namen notieren“

Neue UN-Botschafterin der USA droht Gegnern

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Nikki Haley.

New York - Nach herber Kritik von Donald Trump an der UN hat die neue US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, eine Politik der Stärke angekündigt. 

Die USA wollen ihre Arbeit bei den Vereinten Nationen nach Worten der neuen UN-Botschafterin Nikki Haley komplett umkrempeln. „Sie werden eine Veränderung in der Weise sehen, wie wir Geschäfte machen“, sagte Haley bei ihrem Antrittsbesuch bei der Weltorganisation in New York am Freitag. 

Kurz darauf traf sie sich zu einem etwa 20-minütigen Gespräch mit UN-Generalsekretär António Guterres. Dieser zeigte sich nach Angaben seines Sprechers "hocherfreut" über die Begegnung.

„Was diejenigen angeht, die uns nicht den Rücken freihalten: Wir werden die Namen notieren und entsprechend reagieren“, sagte die ehemalige Gouverneurin von South Carolina, die auf Samantha Power als UN-Botschafterin folgt. Ziel der neuen US-Regierung sei es, "unsere Verbündeten (bei der UNO) zu unterstützen und sicherzustellen, dass unsere Verbündeten uns ebenfalls unterstützen", sagte Haley.

„Politik der Stärke“

Sie bekräftigte den bereits von US-Präsident Donald Trump in Aussicht gestellten Kurswechsel der UN-Vetomacht. "Alles, was funktioniert, werden wir besser machen. Alles, was nicht funktioniert, werden wir prüfen und reparieren. Alles, was überflüssig und unnötig erscheint, werden wir abschaffen", sagte Washingtons neue UN-Botschafterin. Es gehe nicht darum, härter zu arbeiten, sondern „klüger“, und dabei mit „Stärke, einer neuen Vision, neuen Augen“ vorzugehen. 

Konkreter wurde Haley nicht, nährte aber Spekulationen über einen möglichen Rückzug der USA aus der 1945 gegründeten Weltorganisation. US-Präsident Donald Trump hatte die UN als „Club, in dem Leute sich treffen, reden und eine gute Zeit haben“ kritisiert.

Laut einem Bericht der "New York Times" vom Mittwoch erwägt Trumps Regierung, die US-Finanzbeiträge an die Vereinten Nationen drastisch zu kürzen. Es gebe einen Entwurf für einen Erlass, der unter bestimmten Bedingungen eine Verringerung der Zahlungen an die UNO um mehr als 40 Prozent anvisiere, hieß es in dem Bericht.

Mit rund 28 Prozent des Budgets für Friedenseinsätze, das derzeit 7,9 Milliarden Dollar (7,3 Mrd Euro) beträgt, schultern die USA mit Abstand den größten Teil der weltweiten UN-Missionen. Danach folgen China und Japan mit je 10 Prozent sowie Deutschland und Frankreich mit je 6 Prozent. Auch beim unabhängigen regulären UN-Budget, das für die Jahre 2016 und 2017 rund 5,4 Milliarden Dollar (5 Mrd Euro) beträgt, sind die USA der größte Beitragszahler.

dpa/afp

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