Al-Kaida-Chef hat angeblich neue Anschläge angeordnet

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Der neue Al-Kaida-Chef Ayman al-Sawahiri.

New York - Der neue Al-Kaida-Chef Ayman al-Sawahiri hat angeblich zum 10. Jahrestag der verheerenden Terroranschläge vom 11. September 2001 neue Attentate angeordnet. Das berichten US-Medien.

In New York, Washington und Pennsylvania sollten angeblich Autobomben gezündet werden, während dort die Gedenkfeiern für die rund 3000 Opfer des 11. September 2001 abgehalten werden.

Was am 11. September 2001 geschehen ist

Chronologie des 11. September: Was an dem Tag geschah

Eine Bestätigung für diese Meldung gibt es von offizieller Seite bisher nicht. Dem US-Nachrichtensender CNN zufolge fahnden die Sicherheitskräfte nach drei Verdächtigen, von denen zwei Bürger der USA seien.

Massenkontrollen in New York

Für New York war ohnehin an diesem Wochenende erhöhe Wachsamkeit verordnet, doch nach der Terrorwarnung wird alles noch ein bisschen ernster genommen. Der vielbeschworenen Festung gleicht die Stadt zwar nicht, aber Polizei und Armee sind allgegenwärtig.

Nach Terrorwarnungen werden an allen neuralgischen Punkten Autos kontrolliert, in Bussen und Bahnen müssen Reisende größere Taschen vorzeigen. Unterdessen geht die Suche nach drei mutmaßlichen Terroristen mit Al-Kaida-Hintergrund weiter. Entsprechende Warnungen stützten sich aber immer noch nur auf “glaubwürdige, aber unbestätigte Berichte“.

Tausende Autos wurden seit Freitag in New York kontrolliert. Insbesondere Lastwagen wurden unter die Lupe genommen, bevor sie auf eine der Brücken über oder in die Tunnel unter Hudson und East River fahren durften.

Falsch parkende Autos wurden gleich abgeschleppt und nicht nur mit einem Strafzettel versehen. In den Bahnhöfen und auch an größeren U-Bahn-Stationen standen Polizisten mit Sturmgewehr, Helm und Splitterschutzweste; immer wieder wurden größere Gepäckstücke durchsucht.

Die Behörden suchen angeblich nach drei Verdächtigen, von denen sich mindestens bereits einer in den USA befinde. Dabei stützten sie sich auf Informanten, abgehörte Gespräche und Unterlagen, die in Al-Kaida-Verstecken gefunden worden sein sollen.

Die “New York Times“ nennt sogar Einzelheiten. Demnach seien zwei US-Bürger arabischer Herkunft aus Pakistan kommend in der vergangenen Woche über Drittländer in den USA eingetroffen. Über einen Informanten wüssten die Behörden die Größe der beiden - knapp 1,53 und 1,73 Meter - und von einem sogar den Vornamen: Suliman. Das ist allerdings ein arabischer Allerweltsname.

Den Berichten zufolge befürchten die Behörden eine Autobombe, möglicherweise von der Größe eines Lastwagens, die in einem der New Yorker Tunnel oder auf einer der Brücken gezündet werden könnte. Wegen genau dieser Befürchtung waren die Hauptverkehrsadern in den vergangenen Jahren für 850 Millionen Dollar (610 Millionen Euro) “gehärtet“ worden: Die Tunnel bekamen einen Mantel und die Brücken Verstärkungen. Damit sollen sie auch größeren Sprengstoffanschlägen standhalten können.

BKA-Chef: Terrorgefahr in Deutschland nicht unterschätzen

Der Präsident des Bundeskriminalamts (BKA), Jörg Ziercke, sieht zum Jahrestag des 11. September 2001 keine konkreten Hinweise auf einen bevorstehenden Terroranschlag in Deutschland. “Wir wissen, dass einige Leute sich mit solchen Fragen beschäftigen, aber ein konkreter Anschlag steht nach unseren Erkenntnissen nicht bevor“, sagte Ziercke im SWR-Interview der Woche. Dies bedeute aber nicht, dass keine Gefahr bestehe, fügte der BKA-Präsident hinzu. Seit dem 11. September 2001 seien in Deutschland acht Anschläge durch die Polizei verhindert worden oder seien gescheitert.

mol/dapd/dpa

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