Verhandlungen abgebrochen

Koalitionsgespräche in den Niederlanden gescheitert

+
Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte am Montag in Den Haag.

Den Haag - Die Bemühungen zur Bildung einer Vier-Parteien-Koalition in den Niederlanden sind nach mehr als acht Wochen gescheitert.

"Wir haben alles versucht, um die Kluft zu verringern, und sie ist kleiner geworden - aber wir haben es nicht geschafft", sagte die mit der Verhandlungsführung beauftragte bisherige Gesundheitsministerin Edith Schippers am Montag vor Journalisten.

An den Verhandlungen waren die Liberale Partei (VVD) des bisherigen Ministerpräsidenten Mark Rutte, die Christdemokraten, die sozialliberale Partei D66 und die Partei GroenLinks beteiligt.

Rutte bedauerte das Scheitern der Verhandlungen. Seinen Angaben zufolge war das Thema Einwanderung das größte Hindernis. Es habe aber auch Differenzen beim Thema Klimawandel und bei der ungleichen Einkommensverteilung gegeben. Rutte wird nun vermutlich Gespräche mit kleineren Parteien wie der konservativen Christlichen Union aufnehmen, um eine - wenn auch sehr knappe - Parlamentsmehrheit zustande zu bekommen.

Nach der Parlamentswahl von Mitte März ist die VVD mit 33 Sitzen stärkste Kraft im Parlament. Auf Platz zwei liegt die rechtspopulistische PVV mit 20 Sitzen, gefolgt von den Christdemokraten (CDA) und der sozialliberalen Partei D66 mit jeweils 19 Sitzen. Die Partei GroenLinks und die Sozialisten stellen jeweils 14 Abgeordnete. Die meisten Parteien schlossen eine Zusammenarbeit mit der rechtspopulistischen PVV von Geert Wilders aus, die 20 Sitze hat.

AFP/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Thüringen: CDU-Vize Strobl spricht von „gespenstischen Vorgängen“

Die Vereinbarung der CDU mit Rot-Rot-Grün in Thüringen stößt in der Bundespartei auf Ablehnung. Jetzt schaltet sich auch der CDU-Vize ein. 
Thüringen: CDU-Vize Strobl spricht von „gespenstischen Vorgängen“

Kramp-Karrenbauer wirft Klingbeil "Schmutzkampagne" vor

Berlin (dpa) - CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil in der Frage der Abgrenzung ihrer Partei zur AfD eine Diffamierungs- und …
Kramp-Karrenbauer wirft Klingbeil "Schmutzkampagne" vor

„Anne Will“: Röttgen redet sich in Rage, da greift Habeck ein - „Die CDU ist ein ...“

Turbulenter ARD-Talk bei Anne Will nach der Hamburg-Wahl: Besonders das Duell Habeck (Grüne) gegen Röttgen (CDU) sorgte für Aufsehen.
„Anne Will“: Röttgen redet sich in Rage, da greift Habeck ein - „Die CDU ist ein ...“

Mann trifft auf bittere Hürde und spricht von Skandal - „So geht Demokratie nicht!“

Ein Mann wollte in Hamburg wählen - doch das gestaltete sich mehr als schwierig. Er erhebt schwere Vorwürfe - und postet dazu Fotos auf Twitter.  
Mann trifft auf bittere Hürde und spricht von Skandal - „So geht Demokratie nicht!“

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.