2014 und 2015 eingereist

Identität von 800 Flüchtlingen noch immer ungeklärt

Bei rund 800 Flüchtlingen mit anerkanntem Schutzstatus in Deutschland ist nach einem Medienbericht die Identität noch immer nicht überprüft. Sie waren 2014 und 2015 aus Syrien und dem Irak ohne Identitätsprüfung und persönliche Anhörung eingereist.

Berlin - Zum Stand 3. September seien es 829 mutmaßliche Syrer und Iraker gewesen, die weder persönlich angehört noch erkennungsdienstlich erfasst seien, berichtet die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf das Bundesinnenministerium. Sie gehören zu der Gruppe von 2014 und 2015 eingereisten Migranten aus Syrien und dem Irak, denen ohne Identitätsprüfung und persönliche Anhörung nur auf Grundlage eines Fragebogens Flüchtlingsschutz erteilt wurde. So sollten wegen des massenhaften Zuzugs damals die Verfahren beschleunigt werden.

Das sagt das Innenministerium

Insgesamt betraf das mehrere tausend Fälle. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hatte sich aber zum Ziel gesetzt, alle diese Flüchtling bis 15. Juli nachträglich erkennungsdienstlich (ED) zu erfassen. „Die noch ausstehenden ED-Behandlungen sind im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass nicht alle Asylberechtigten bzw. anerkannten Flüchtlinge der Ladung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge zur ED-Behandlung nachgekommen sind“, erklärte das Innenministerium der Zeitung. In Sicherheitskreisen wurde dem Bericht zufolge aber auch darauf hingewiesen, dass deutlich mehr Personen als erwartet der Ladung gefolgt sind.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

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