Vorgezogene Neuwahlen

Nordiren wählen neues Regionalparlament

Der Brexit macht eine neue EU-Außengrenze zwischen Nordirland und seinem Nachbarland nötig. Foto: Mariusz Smiejek
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Der Brexit macht eine neue EU-Außengrenze zwischen Nordirland und seinem Nachbarland nötig. Foto: Mariusz Smiejek
Irische Dekorationen für St. Patrick Day liegen in einem Laden im nordirischen Newry aus. Foto: Mariusz Smiejek
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Irische Dekorationen für St. Patrick Day liegen in einem Laden im nordirischen Newry aus. Foto: Mariusz Smiejek
Wahlhelferin Teresa McCurdy bringt eine Wahlurne auf die Insel Rathlin vor der Nordost-Küste Irlands. Foto: Brian Lawless
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Wahlhelferin Teresa McCurdy bringt eine Wahlurne auf die Insel Rathlin vor der Nordost-Küste Irlands. Foto: Brian Lawless
Wer heute durch das grüne Hügelland fährt, merkt nicht einmal, dass er die Grenze zur Republik Irland überquert. Doch das könnte sich bald ändern. Foto: Mariusz Smiejek
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Wer heute durch das grüne Hügelland fährt, merkt nicht einmal, dass er die Grenze zur Republik Irland überquert. Doch das könnte sich bald ändern. Foto: Mariusz Smiejek
Ein Schild gegen den "Brexit" steht in Newry (Nordirland) an der Autobahn. Foto: Mariusz Smiejek
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Ein Schild gegen den "Brexit" steht in Newry (Nordirland) an der Autobahn. Foto: Mariusz Smiejek

Belfast (dpa) - Raus aus der Regierungskrise: Mehr als 1,2 Millionen Nordiren sind dazu aufgerufen, ein neues Regionalparlament zu wählen. Die Abstimmungen in dem britischen Landesteil sollten bis 23.00 Uhr deutscher Zeit möglich sein.

Bereits am Mittwoch waren Wahlurnen per Schiff auf Inseln gebracht worden. Die Wahlen zur Northern Ireland Assembly finden regulär alle fünf Jahre statt. Zuletzt wurde in Nordirland im Mai 2016 gewählt. Vorgezogene Neuwahlen wurden nun notwendig, weil sich die Koalitionsparteien Sinn Fein und DUP (Democratic Unionist Party) wegen eines aus dem Ruder gelaufenen Förderprogramms für erneuerbare Energien endgültig entzweit haben.

Das Förderprogramm war eingefädelt worden, als die bisherige Regierungschefin Arlene Foster von der probritischen protestantischen DUP noch Wirtschaftsministerin war. Die republikanische katholische Sinn Fein warf ihr Arroganz bei der Aufarbeitung vor und kündigte schließlich das Bündnis mit der DUP.

Für die britische Regierung kommt die Krise in Nordirland zur Unzeit. Ohnehin bedroht der geplante Brexit den fragilen Friedensprozess in dem jahrzehntelang von einem Bürgerkrieg geplagten Landesteil. Die Befürchtung ist, dass die Trennung Großbritanniens von der Europäischen Union eine befestigte Grenze zwischen Nordirland und dem EU-Mitglied Republik Irland notwendig machen könnte.

Dem Karfreitagsabkommen von 1998 zufolge muss die Regionalregierung aus einer Koalition der beiden größten katholischen und protestantischen Fraktionen gebildet werden. Jüngsten Umfragen zufolge werden das erneut DUP und Sinn Fein sein.

Sollte sich die beiden Parteien nicht auf eine Neuauflage ihrer Koalition einigen können, wäre es denkbar, dass die Region vorübergehend wieder aus London regiert werden muss.

Regierungswebseite Nordirland zu den Wahlen - Englisch

Karfreitagsabkommen - Englisch

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