Provokation von Kim Jong Un

Trotz aller Warnungen: Nordkorea feuert drei Kurzstreckenraketen ab 

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Ein Soldat sieht sich am 26.08.2017 auf einem Monitor im Bahnhof von Seoul (Südkorea) die Aufnahme eines nordkoreanischen Raketenstarts an.

UN-Resolutionen verbieten Nordkorea Tests mit ballistischen Raketen. Nichtsdestotrotz hat Kim Jong Un nun weitere Kurzstreckenraketen abgefeuert. 

Nordkorea hat trotz aller Warnungen drei ballistische Raketen getestet. Zwei Raketen flogen nach Angaben des US-Pazifikkommandos vom Samstag rund 250 Kilometer weit. Sie hätten keine Gefahr für das US-Festland oder die US-Pazifikinsel Guam bedeutet. Das US-Militär korrigierte damit erste Angaben, wonach zwei Raketen während des Fluges abgestürzt seien. Die dritte war den Angaben zufolge schon kurz nach dem Start nahe Kittaeryong in der östlichen Provinz Kangwon explodiert.

UN-Resolutionen verbieten Nordkorea Tests mit ballistischen Raketen. Pjöngjang hatte im Juli mit zwei Tests von Interkontinentalraketen (ICBM) weltweit Empörung ausgelöst. Als Reaktion auf die beiden Tests hat der Weltsicherheitsrat die bislang schärfsten Wirtschaftssanktionen gegen das diplomatisch isolierte Land verhängt. Gabriel hatte am Freitag vor einem neuen Kalten Krieg gewarnt.

Nordkorea testete jetzt seine Raketen während laufender Militärübungen der USA mit Südkorea. Pjöngjang hatte mit Vergeltungsmaßnahmen gedroht. Nordkorea wirft den USA regelmäßig vor, durch ihre Manöver mit Südkorea einen Angriff vorzubereiten, was beide Länder bestreiten.

Das südkoreanische Militär bestätigte, dass Nordkorea am Samstagmorgen (Ortszeit) „einige“ Raketen in Richtung offenes Meer abgefeuert habe. Einige von ihnen seien etwa 250 Kilometer geflogen und im Japanischen Meer (koreanisch: Ostmeer) niedergegangen. Südkorea und die USA werteten weitere Informationen aus, hieß es.

Große Spannungen mit USA 

Der Konflikt um das nordkoreanische Raketen- und Atomprogramm heizt sich seit Monaten auf. US-Präsident Donald Trump drohte der kommunistischen Führung in Pjöngjang mit „Feuer und Zorn“, was angesichts der atomaren Bewaffnung beider Länder für Unruhe sorgte. Nordkorea drohte zeitweise damit, Raketen in die Gewässer um die US-Pazifikinsel Guam abzufeuern.

US-Außenminister Rex Tillerson hatte sich zuletzt aber erleichtert darüber gezeigt, dass Nordkorea seit der Verhängung der neuen Sanktionen in diesem Monat keine „neuen Provokationen“ unternommen habe. Pjöngjang, das Washington eine feindselige Politik unterstellt, arbeitet an der Entwicklung von Raketen, die einen Atomsprengkopf bis in die USA tragen können. Ballistische Raketen sind in der Regel militärische Boden-Boden-Raketen, sie können je nach Bauart konventionelle, biologische, chemische oder auch atomare Sprengköpfe befördern.

dpa

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