Konflikt um Atomprogramm

Nordkorea nimmt weiteren US-Bürger fest

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Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un auf einem Fernsehbildschirm. In Nordkorea wurden innerhalb von zwei Wochen zwei Amerikaner festgenommen. Foto: Lee Jin-Man

Ein US-Bürger sitzt bereits in nordkoreanischer Haft. Nun hat das kommunistische Regime einen weiteren Amerikaner festgenommen. Die Fälle belasten zusätzlich die angespannten Beziehungen zwischen Pjöngjang und Washington.

Pjöngjang (dpa) - Nordkorea hält nach eigenen Angaben einen weiteren US-Bürger wegen des Vorwurfs "feindseliger Handlungen" fest. Jin Xue Son sei am Samstag festgenommen worden, berichteten die Staatsmedien.

Er habe für die Universität für Wissenschaft und Technologie in Pjöngjang gearbeitet. Die Ermittlungen zu seinen "Verbrechen" seien im Gange. Was genau gegen den Mann vorliegt, war zunächst unklar.  

Jin Xue Son wäre der vierte US-Bürger, der in dem weithin abgeschotteten Staat festgehalten wird. Es wäre die zweite Festnahme eines Amerikaners innerhalb von zwei Wochen. Am Mittwoch hatte Nordkorea die Festnahme von Kim Sang Dok, eines Amerikaners koreanischer Abstammung, im April bestätigt. Kim soll ebenfalls wegen feindseliger Handlungen gefasst worden sein - angeblich, um die Volksrepuplik zu stürzen. Mindestens zwei US-Bürger verbüßen bereits eine Haftstrafe. Die Fälle belasten zusätzlich die angespannten Beziehungen zwischen Pjöngjang und Washington.

Die USA befürchten, dass Nordkorea trotz aller Resolutionen des UN-Sicherheitsrates mit seinem Atom- und Raketenprogramm größere Fortschritte gemacht hat als bislang angenommen und eines Tages mit Atomraketen auch amerikanisches Festland treffen könnte. US-Präsident Donald Trump drohte mehrfach mit Alleingängen in dem Konflikt und schloss auch einen Militärschlag nicht aus. Das kommunistische Regime in Pjöngjang wiederum verdächtigt die USA und Südkorea, dass hinter deren gemeinsamen Manövern ein Umsturzplan steckt. Beide Länder weisen das zurück.

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