US-Vizepräsident in Tokio

USA versichern Japan Bündnistreue in der Nordkorea-Krise

Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe begrüßt den US-Vizepräsidenten Mike Pence. Der US-Vizepräsident ist zu zweitägigen Gesprächen nach in Tokio gereist. Foto: Eugene Hoshiko
1 von 9
Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe begrüßt den US-Vizepräsidenten Mike Pence. Der US-Vizepräsident ist zu zweitägigen Gesprächen nach in Tokio gereist. Foto: Eugene Hoshiko
Ein Mann in Seoul betrachtet auf einem TV-Gerät eine Archivfilmaufnahme von einer nordkoreanischen Rakete. Foto: Ahn Young-Joon
2 von 9
Ein Mann in Seoul betrachtet auf einem TV-Gerät eine Archivfilmaufnahme von einer nordkoreanischen Rakete. Foto: Ahn Young-Joon
Zwei nordkoreanische Soldaten (hinten) blicken auf die Südseite wo ein südkoreanischer Soldat (M) Wache steht. Foto: Lee Jin-Man
3 von 9
Zwei nordkoreanische Soldaten (hinten) blicken auf die Südseite wo ein südkoreanischer Soldat (M) Wache steht. Foto: Lee Jin-Man
US-Vizepräsident Pence besucht eine Militärbasis in der Nähe der entmilitarisierten Zone. Foto: Lee Jin-Man
4 von 9
US-Vizepräsident Pence besucht eine Militärbasis in der Nähe der entmilitarisierten Zone. Foto: Lee Jin-Man
Das Camp Bonifas befindet sich nur rund 2400 Meter südlich der entmilitarisierten Zone der beiden verfeindeten Länder. Foto: Lee Jin-Man
5 von 9
Das Camp Bonifas befindet sich nur rund 2400 Meter südlich der entmilitarisierten Zone der beiden verfeindeten Länder. Foto: Lee Jin-Man
Nach dem Besuch im Camp Bonifas wird Pence auf den kommissarischen Präsidenten Südkoreas, Hwang Kyo-ahn, treffen. Foto: Lee Jin-Man
6 von 9
Nach dem Besuch im Camp Bonifas wird Pence auf den kommissarischen Präsidenten Südkoreas, Hwang Kyo-ahn, treffen. Foto: Lee Jin-Man
US-Vizepräsident Mike Pence unterhält sich mit US-General Vincent Brooks. Foto: Lee Jin-Man
7 von 9
US-Vizepräsident Mike Pence unterhält sich mit US-General Vincent Brooks. Foto: Lee Jin-Man
US-Vizepräsident Mike Pence und der kommissarische Präsident und Premierminister Südkoreas, Hwang Kyo-ahn. Foto: Lee Jin-Man
8 von 9
US-Vizepräsident Mike Pence und der kommissarische Präsident und Premierminister Südkoreas, Hwang Kyo-ahn. Foto: Lee Jin-Man

In der Krise um Nordkorea drängen die USA zu mehr Druck auf Pjöngjang. In Tokio bekräftigt US-Vizepräsident Pence die Bereitschaft seines Landes, mit China und anderen Nationen an einer friedlichen Lösung zu arbeiten. Nordkorea warnt vor einer Eskalation.

Tokio (dpa) - In den wachsenden Spannungen um Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm haben die USA den Schulterschluss mit ihrem Bündnispartner Japan geübt.

US-Vizepräsident Mike Pence versicherte Ministerpräsident Shinzo Abe bei einem Besuch in Tokio, die USA verstünden Japans ernste Sicherheitslage und stünden "100 Prozent" hinter ihrem Bündnispartner.

US-Präsident Donald Trump wolle mit Japan, Südkorea und anderen Nationen und auch mit China an einer friedlichen Lösung arbeiten. Man werde nicht nachlassen, bis die koreanische Halbinsel frei von Atomwaffen sei, sagte Pence.

Zugleich bekräftigte er in Tokio, dass alle Optionen auf dem Tisch lägen. Pence hatte zuvor in Südkorea erklärt, dass die Politik der "strategischen Geduld" gegenüber Pjöngjang "vorbei" sei. Der japanische Regierungschef Abe mahnte, den Konflikt friedlich zu lösen. Auch die USA wollten Frieden, doch Frieden komme "durch Stärke", wurde Pence zitiert. Zugleich erklärte er jedoch, dass die Diplomatie der "produktivste Weg voran" bleibe. China rief zu Zurückhaltung auf und mahnte ebenfalls eine friedliche Lösung an.

China sei bereit, mit allen Parteien zusammenzuarbeiten, um Nordkoreas Atomprogramm wieder an den Verhandlungstisch zu bringen, erklärte Außenminister Wang Yi am Dienstag in Peking. "Wir wissen, dass die Lage angespannt ist", sagte Yi. "Aber je größer die Spannungen sind, umso mehr Ruhe brauchen wir und umso notwendiger ist es, Gelegenheiten und Möglichkeiten für Dialog zu finden."

Nordkorea warnte die USA vor einer Eskalation in dem Konflikt. "Unser Volk ist bereit, auf alle Bedrohungen zu reagieren. Wir sind zu einem umfassenden Krieg bereit", sagte ein ranghoher nordkoreanischer Diplomat in Moskau. "Die Situation auf der koreanischen Halbinsel ist explosiv." Der Diplomat warf den USA und Südkorea eine aggressive und provokante Politik vor.

Derweil nahmen die USA und Japan beim Besuch von Pence einen neuen Wirtschaftsdialog auf. Unter anderem sollen Gespräche über Handels- und Investitionsregeln intensiviert werden. US-Präsident Trump hatte während seines Wahlkampfs Japan unter anderem der Währungsmanipulation und unfairer Handelsbarrieren bezichtigt.

Die USA verzeichneten im vergangenen Jahr ein Handelsdefizit mit Japan von fast 70 Milliarden Dollar (65 Mrd Euro). Einem geplanten transpazifischen Freihandelsabkommen (TPP) erteilte Trump eine Absage. Die USA bevorzugen jetzt bilaterale Abkommen. Medien zufolge will Japan jedoch das TPP auch ohne die USA weiter vorantreiben.

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

In kaputtem Schlauchboot im Meer zurückgelassen - Schwere Vorwürfe gegen libysche Küstenwache

Spanische Flüchtlingsretter haben vor der libyschen Küste eine tote Frau und ein totes Kleinkind in einem kaputten Schlauchboot gefunden.
In kaputtem Schlauchboot im Meer zurückgelassen - Schwere Vorwürfe gegen libysche Küstenwache

Heimliche Botschaften: So raffiniert setzte die Queen Seitenhiebe gegen Trump

Die Queen ist zu politischer Neutralität verpflichtet. Dennoch findet sie immer wieder Mittel und Wege um ihre Meinung kundzutun. So auch bei ihrem Treffen mit Donald …
Heimliche Botschaften: So raffiniert setzte die Queen Seitenhiebe gegen Trump

Seehofer sieht sich als Opfer einer Kampagne - „geht gegen mich und meine Partei“ 

Im Asylstreit übt Kardinal Marx Kritik an Markus Söder und Horst Seehofer. Der Innenminister sieht sich als Opfer einer Kampagne. Alle Neuigkeiten im News-Ticker.
Seehofer sieht sich als Opfer einer Kampagne - „geht gegen mich und meine Partei“ 

Historisches Tief: CSU stürzt auf 38 Prozent ab

München (dpa) - Drei Monate vor der Landtagswahl in Bayern ist die CSU in einer Umfrage weiterhin weit von der absoluten Mehrheit entfernt.
Historisches Tief: CSU stürzt auf 38 Prozent ab

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.