Nach dem Raketentest Pjöngjangs

Nordkorea: Bundesregierung reagiert auf Provokationen

Außenminister Sigmar bei US-Außenminister Gabriel Rex Tillerson in Washington.
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Außenminister Sigmar bei US-Außenminister Gabriel Rex Tillerson in Washington.

Nach dem Raketentest Nordkoreas forderte US-Präsident Donald Trump alle Länder auf, die diplomatischen Beziehungen mit Pjöngjang abzubrechen. Nun reagiert Außenminister Sigmar Gabriel.

Washington/Berlin - Als Reaktion auf den jüngsten nordkoreanischen Raketentest schränkt die Bundesregierung ihre diplomatischen Beziehungen zu Pjöngjang ein. Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) teilte am Donnerstag nach einem Treffen mit seinem US-Kollegen Rex Tillerson in Washington mit, das deutsche Botschaftspersonal in Nordkorea werde weiter reduziert. Die Bundesregierung habe zugleich Pjöngjang aufgefordert, Diplomaten aus der nordkoreanischen Botschaft in Berlin abzuziehen. "Der diplomatische Druck wird also erhöht", sagte Gabriel zu dem Vorgehen gegenüber Pjöngjang. Zugleich müssten aber vor allem die bereits beschlossenen Sanktionen gegen Nordkorea konsequent umgesetzt werden. 

Nordkoreanischer Botschafter wird zu Gespräch im Außenministerium einbestellt

Nach Angaben des Bundesaußenministers wurden bereits zwei Mitarbeiter der deutschen Botschaft in Pjöngjang abgezogen, ein weiterer soll folgen. Ob das deutsche Botschaftspersonal darüber hinaus noch weiter reduziert werden soll, werde die Bundesregierung mit den europäischen Partnern absprechen. Gabriel sagte nicht, wie viele Mitarbeiter die nordkoreanische Regierung aus ihrer Botschaft in Berlin abziehen muss. Nach Angaben aus dem Auswärtigen Amt war der nordkoreanische Botschafter am Mittwoch zu einem Gespräch in das Ministerium einbestellt worden. Nordkorea hatte am Mittwoch mit dem Test einer Interkontinentalrakete erneut die internationale Gemeinschaft provoziert.

AFP

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