Kim Jong Uns nächster Schritt

Nordkoreas-Diktator ändert Uhrzeit: Das ist der Grund

+
Kann notfalls auch die Uhrzeit ändern lassen: Kim Jong Un.

Es gilt als nächster Schritt in Richtung Annäherung. Kim Jong Un hat die Uhren in Nordkorea wieder umstellen lassen.

Pjöngjang - Knapp drei Jahre nach der überraschenden Einführung einer neuen Standardzeit in Nordkorea laufen die Uhren in beiden koreanischen Staaten wieder synchron. Nordkorea ließ dazu am Samstag (Ortszeit) die Uhren des Landes um eine halbe Stunde vorstellen, wie Staatsmedien berichteten. Mit Blick auf die derzeitige Annäherung zwischen den langjährigen Erzfeinden hieß es: „Die Zeitumstellung ist der erste praktische Schritt nach dem historischen dritten Gipfeltreffen zwischen Norden und Süden, um den Prozess der Einigung zu beschleunigen.“

Machthaber Kim Jong Un hatte die Umstellung nach dem Treffen mit Südkoreas Präsident Moon Jae In am Freitag vergangener Woche auf südkoreanischer Seite des symbolisch aufgeladenen Grenzorts Panmunjom angeordnet. Laut Staatsmedien hatte es Kim als „schmerzhaften“ Anblick empfunden, als er am Verhandlungsort eine Uhr mit der Pjöngjang-Zeit und eine andere mit Südkoreas Standardzeit sah. Das nordkoreanische Parlament verabschiedete danach ein Dekret zur Zeitumstellung.

Datum und Ort für Treffen mit Kim stehen laut Trump fest

Nordkorea hatte im August 2015 eine neue Standardzeit eingeführt und die Uhren des Landes um eine halbe Stunde zurückgedreht. Mit dem Schritt feierte der nach außen abgeschottete Staat den 70. Jahrestag der Befreiung der Koreaner von Japans Kolonialherrschaft. Der Zeitunterschied zur MESZ beträgt von nun an in Nordkorea wie in Südkorea und Japan wieder sieben Stunden. Japan hatte Korea während der Kolonialherrschaft seine eigene Zonenzeit aufgezwungen.

Während des Turniers: Nord- und Südkorea vereinen Tischtennis-Teams

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

2000 Zivilisten und IS-Familien verlassen letzte IS-Bastion

Seit Tagen wird die letzte verbliebene IS-Bastion in Syrien belagert. Hunderte Zivilisten sollen dort als menschliche Schutzschilde dienen. Doch der Widerstand bröckelt.
2000 Zivilisten und IS-Familien verlassen letzte IS-Bastion

Brexit: May spricht von Fortschritten in Brüssel - US-Ratingagentur droht Großbritannien mit Abstufung

In den Brexit-Verhandlungen geht es langsam in den Endspurt: Theresa May kam am Mittwoch nach Brüssel. Gleichzeitig denkt eine US-Ratingagentur über eine Herabstufung …
Brexit: May spricht von Fortschritten in Brüssel - US-Ratingagentur droht Großbritannien mit Abstufung

Umstrittener TV-Moderator verlässt ZDF-Sendung - das waren seine letzten Worte

Der TV-Journalist Thomas Walde moderierte im ZDF am Sonntagabend zum letzten Mal „Berlin direkt“. Nun zieht der umstrittene Moderator weiter.
Umstrittener TV-Moderator verlässt ZDF-Sendung - das waren seine letzten Worte

Wieder kein Durchbruch in der Brexit-Krise

Die britische Premierministerin May will in Brüssel von der EU noch Zugeständnisse erreichen. Weit gekommen ist sie bislang offenbar nicht. Doch man will weiter reden.
Wieder kein Durchbruch in der Brexit-Krise

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.