Oberbürgermeisterwahl: CDU schickt Dominique Kalb ins Rennen

+

Der CDU-Vorstand hat gestern im Landhaus Meister Fraktionsgeschäftsführer Dominique Kalb als OB-Kandidaten vorgeschlagen.

Kassel. Der CDU-Vorstand hat entschieden: "Wir empfehlen Dominique Kalb als OB-Kandidaten." Endgültig entscheidet der CDU-Kreisparteitag. Doch das dürfte nur Formsache sein.

Wer bis zuletzt gedacht hatte, dass CDU-Parteichefin Eva Kühne-Hörmann selbst ins Rennen um den höchsten Posten in Kassel geht, wurde Donerstagabend auf den Boden der Tatsachen zurück geholt. "Wir werden mit Dominique Kalb als Kandidaten bei der OB-Wahl antreten und um den Sieg kämpfen", gab sich Kühne-Hörmann nach der Vorstandssitzung im Landhaus Meister optimistisch. Damit gab sie die Stimmung in dem Gremium wieder, das einstimmig für Kalb votiert hatte.

Kalb sei seit Jahren ehrenamtlich Stadtverordneter und im Ortsbeirat "Vorderer Westen" aktiv und habe dadurch die für Politiker so wichtige Bodenhaftung, ist Kühne-Hörmann sicher. Außerdem, so urteilte man im Vorstand, sei Kalb als DiplomIngenieur Bauwesen sachlich bei wichtigen Themen in Kassel auf der Höhe. Auch charakterlich traut man ihm das Führungsamt zu. Kalb könne klare Kante zeigen und trotzdem die Leute wieder für sich gewinnen. Hauptamtlich ist Kalb nicht in seinem erlernten Beruf tätig, sondern sitzt als Fraktionsgeschäftsührer der CDU im Rathaus.Kalb selbst begann noch an diesem "aufregenden Abend" seinen Wahlkampf bei Facebook, 57 "Freunde" hatte er Freitagmorgen schon, darunter Politiker fast aller Parteien.

Und deutlich wurde mit Blick auf die Seite schon, wie Kalb seinen Wahlkampf führen will. Die schönen Seiten Kassels werden hervorgehoben. Aber auch bekannte Probleme angesprochen. Mehr Wohnraum müsse geschaffen werden. Die KVG-Reform hat er im Auge. "Der Stadtbaurat kommt nicht in die Pötte", greift er den Grünen Christof Nolda in puncto Fernbusbahnhof direkt an. Das Rathaus habe das Thema geschlossener Campingplatz unterschätzt. Und natürlich liegt ihm auch die Innenstadt am Herzen: "Die Citykaufleute brauchen mehr Unterstützung. Außerdem müssen wir mehr für die Sicherheit tun. Die Trinkerszene stört am Friedrichsplatz. Hier muss die Stadt handeln."

Auf den noch recht unbekannten Kandidaten kommt in den nächsten Wochen und Monaten härteste Arbeit zu – wenn der CDU-Parteitag dem Vorschlag des Vorstands folgt. Aber ein wenig Laufarbeit wird ihm nicht schaden.

Das könnte Sie auch interessieren

Meist Gelesen

Corona-Notbremse: Drosten hält weitere Maßnahmen für nötig

Seit Wochen kommen aus Wissenschaft und Medizin Rufe nach einer Verschärfung des Lockdowns in Deutschland. Entspricht die geplante bundesweite Corona-Notbremse den …
Corona-Notbremse: Drosten hält weitere Maßnahmen für nötig

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.