Die monatelangen Querelen sollen ein Ende haben

Österreichs Präsident fordert anderen Umgangston in der Politik

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Alexander Van der Bellen ist seit Januar Bundespräsident Österreichs.

Wien - In Österreich fliegen nach dem Rücktritt des Vizekanzlers die verbalen Fetzen. Nun mischt sich auch das Staatsoberhaupt ein und fordert, „einen kühlen Kopf zu bewahren“.

Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen plädiert nach dem Rücktritt von Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) für einen anderen Umgangston in der Politik. „Wir brauchen eine Kultur des Respekts“, sagte der ehemalige Grünen-Chef am Mittwoch in Wien. Hintergrund sind die vielen verbalen Angriffe in der rot-schwarzen Koalition.

Van der Bellen forderte die Regierung auf, rasch wieder die Arbeit aufzunehmen. „Die Bürger erwarten sich mit Recht, dass zügig und zeitnah Klarheit geschaffen wird, wie es in unserem Land weitergeht“, so der 73-Jährige.

Der Vizekanzler und konservative ÖVP-Parteichef Mitterlehner hatte am Mittwoch seinen Rückzug aus allen Ämtern angekündigt. Dem waren monatelange Querelen in der eigenen Partei vorangegangen. „Jetzt heißt es, einen kühlen Kopf zu bewahren“, sagte Van der Bellen. Das Arbeitsprogramm der Koalition aus Sozialdemokraten und Konservativen stehe, dessen Umsetzung müsse Vorrang haben.

dpa

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