Verwaltungsgericht in Rom

"Open Arms" darf in italienische Gewässer fahren

+
Das Rettungsschiff "Open Arms" der Hilfsorganisation Proactiva Open Arms liegt im Mittelmeer vor der Küste der Insel Lampedusa. Foto: Friedrich Bungert/Sea Watch

Die Hängepartie des spanischen Rettungsschiffs "Open Arms" ist vorbei. Ein italienisches Gericht hat dem Schiff die Einfahrt in die Territorialgewässer Italiens erlaubt

Rom (dpa) - Ein italienisches Verwaltungsgericht hat dem Rettungsschiff "Open Arms" wegen einer festgestellten Notlage erlaubt, in die Territorialgewässer Italiens zu fahren.

Das Gericht in Rom habe unter anderem auf Grundlage ärztlicher und psychologischer Gutachten einen Antrag auf Einfahrt in die Gewässer bewilligt, damit den geretteten Personen umgehend Hilfe geleistet werden könne, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf das Gericht. Das Innenministerium kündigte an, die Entscheidung anzufechten.

Kurz zuvor hatte Innenminister Matteo Salvini bei einem Auftritt noch gesagt, dass er das Einfahren des Schiffes weiterhin verhindern wolle. Das Schiff der spanischen Organisation Proactiva Open Arms hatte im Mittelmeer vor fast zwei Wochen 121 Menschen und am Samstag weitere 39 aufgenommen. Derzeit befinden sich an Bord des Schiffes noch 147 Menschen, nachdem mehrere Migranten unter anderem wegen ihres Gesundheitszustands zuvor an Land gebracht wurden.

Das Schiff harrte tagelang in internationalen Gewässern in der Nähe der italienischen Insel Lampedusa aus. Nach Angaben der Seenotretter sollte schlechtes Wetter aufziehen.

Tweet Open Arms

SOS Méditerranée auf Twitter

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Merkel und Johnson gesprächsbereit - aber hart beim Brexit

Boris Johnson will in Berlin und Paris Änderungen am Brexit-Abkommen erreichen - und holt sich bisher nur Absagen ab. Meint er es wirklich ernst mit Verhandlungen, oder …
Merkel und Johnson gesprächsbereit - aber hart beim Brexit

Morddrohungen gegen Sachsens Integrationsministerin Köpping

Trotz Morddrohungen liest die sächsische Integrationsministerin am Mittwochabend aus ihrem Buch vor - einer "Streitschrift für den Osten". Es ist nicht das erste Mal, …
Morddrohungen gegen Sachsens Integrationsministerin Köpping

Kabinett beschließt Scholz' Soli-Pläne

Die meisten, die heute den Soli zahlen, sollen künftig verschont bleiben. Klingt gut? Von wegen, meinen Steuerzahlerbund und Wirtschaftsvertreter: Sparer und …
Kabinett beschließt Scholz' Soli-Pläne

„Wir schaffen das“ - Macht sich Johnson bei Besuch über Merkel lustig?

Brisanter Besuch in Berlin: Angela Merkel hat den Brexit-Premier Boris Johnson empfangen. Beide wollen keinen Backstop.
„Wir schaffen das“ - Macht sich Johnson bei Besuch über Merkel lustig?

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.