Höhepunkt der Fátima-Reise

Papst spricht Hirtenkinder heilig

Papst Franziskus kommt zur Heiligen Messe. Foto: Paulo Duarte
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Papst Franziskus kommt zur Heiligen Messe. Foto: Paulo Duarte
Pilger und Gläubige warten auf die Heilige Messe von Papst Franziskus. Foto: Paulo Duarte
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Pilger und Gläubige warten auf die Heilige Messe von Papst Franziskus. Foto: Paulo Duarte
Papst Franziskus betet vor dem Heiligtum von Fatima. Im Hintergrund leuchten die Kerzen von Tausenden von Gläubigen. Foto: Paulo Duarte
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Papst Franziskus betet vor dem Heiligtum von Fatima. Im Hintergrund leuchten die Kerzen von Tausenden von Gläubigen. Foto: Paulo Duarte
Der Papst besucht anlässlich des 100. Jahrestags der Marien-Erscheinung das Heiligtum von Fatima in Portugal. Foto: Alessandra Tarantino
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Der Papst besucht anlässlich des 100. Jahrestags der Marien-Erscheinung das Heiligtum von Fatima in Portugal. Foto: Alessandra Tarantino
Ein Mädchen hält eine Kerze in der Hand. "Hoch lebe der Papst, hoch lebe der Papst", sangen Pilger überall. Foto: Paulo Duarte
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Ein Mädchen hält eine Kerze in der Hand. "Hoch lebe der Papst, hoch lebe der Papst", sangen Pilger überall. Foto: Paulo Duarte
In der Erscheinungskapelle des Heiligtums bete Franziskus acht Minuten lang vor der Marienstatue. Foto: Nuno Veiga/LUSA/AP
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In der Erscheinungskapelle des Heiligtums bete Franziskus acht Minuten lang vor der Marienstatue. Foto: Nuno Veiga/LUSA/AP
Die Marienstatue wird durch die Menge der Pilger getragen. Foto: Armando Franca/AP
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Die Marienstatue wird durch die Menge der Pilger getragen. Foto: Armando Franca/AP

Dieses Mal ist es keine politische Mission, sondern eine "besondere Reise", die Papst Franziskus unternimmt. Zum Höhepunkt seiner Pilgerfahrt ins portugiesische Fátima spricht er zwei Kinder heilig.

Fátima (dpa) - Hunderttausende Pilger haben am 100. Jahrestag der Marien-Erscheinung von Fátima die Heiligsprechung zweier Hirtenkinder durch Papst Franziskus verfolgt.

"Danke Brüder und Schwestern, dass ihr mich begleitet habt", sagte das katholische Kirchenoberhaupt an die Menge gerichtet, die sich schon früh auf dem Platz vor dem Heiligtum in dem kleinen portugiesischen Wallfahrtsort versammelt hatte.

Die 19. Auslandsreise des Argentiniers ist eine Pilgerfahrt und steht ganz im Zeichen der Visionen der Hirtenkinder, denen nach katholischem Glauben die Jungfrau Maria vom 13. Mai 1917 an - mitten im Ersten Weltkrieg - insgesamt sechsmal erschienen war.

Papst Franziskus berichtete den Gläubigen, wie die Geschwister vor hundert Jahren die Erscheinung erlebt hatten. Die kleine Jacinta habe nicht an sich halten können und ihrer Mutter erzählt, die Gottesmutter gesehen zu haben. In den Folgemonaten erschien sie ihr, ihrem Bruder und ihrer Cousine Lúcia dos Santos weitere fünf Mal.

Jacinta wurde wie ihr Bruder Francisco Marto offiziell in den Kreis der Heiligen aufgenommen. Die beiden starben wenige Jahre, nachdem ihnen die in weiß gekleidete Muttergottes drei Prophezeiungen gemacht haben soll. Jacinta wurde neun, ihr Bruder zehn Jahre alt. Lúcia dos Santos wurde später Nonne und starb 2005 im Alter von 97 Jahren. Ihre Heiligsprechung wird noch geprüft. Francisco und Jacinta sind die ersten Kinder, die heiliggesprochen wurden, ohne Märtyrer zu sein.

"Als eine um die Nöte ihrer Kinder besorgte Mutter ist Maria hier mit einer Botschaft des Trostes und der Hoffnung für die sich im Krieg befindende Menschheit und die leidende Kirche erschienen", hatte Franziskus am Freitag zum Auftakt seiner apostolischen Reise gesagt. Er rief die Gläubigen auf, täglich für den Frieden in der Welt zu beten.

Das Katholiken-Oberhaupt traf am Samstag in Portugal auch Ministerpräsident António Costa, nachdem er am Freitag nach seiner Ankunft in Monte Real vom Staatsoberhaupt Marcelo Rebelo de Sousa begrüßt worden war.

In Fátima hatte Franziskus sich am Freitag im Gebet auf die Heiligsprechung vorbereitet. Der Jesuit segnete Kerzen in der Erscheinungskapelle. Vor Tausenden Gläubigen, die nach Einbruch der Dunkelheit brennende Kerzen hochhielten, betonte der Papst, die Gottesmutter Maria sei kein Heiligenbild, "an das man sich wendet, um kostengünstig Gefallen zu bekommen".

Jährlich besuchen Millionen Pilger, darunter viele Kranke, den Wallfahrtsort in dem tiefkatholischen Land. Zum Papst-Besuch war der Ansturm besonders groß. Am Samstag versammelten sich schätzungsweise 400 000 Gläubige auf dem Platz vor der Basilika. Wer nicht reinkam, wartete auf den umliegenden Straßen. Nach einem Mittagessen mit Bischöfen und einer Abschiedszeremonie auf dem Militärflugplatz in Monte Real wird der 80-jährige Papst am Abend in Rom zurückerwartet.

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